Paradiestour Kloster Kirchberg bei Sulz am Neckar


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Stunden 0 Min.
Höchster Punkt: 621 m
Tiefster Punkt: 495 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nomen est omen: in paradiesischer Landschaft stachelten adelige Damen des Hauses Hohenberg den Grafen Burkhard III. dazu an, am Standort einer einstigen Burg das Kloster Kirchberg zu gründen. Man schrieb das Jahr 1237. Dominikanerinnen zogen ein. 1806 wurde das Kloster aufgehoben.

Seit 1956 ist im Kloster Kirchberg die evangelische Michaelsbruderschaft zuhause und Gastgeber. Ein hübscher Ort für Start und Ziel einer leichten Rundwanderung über das Zimmerner Tal, an einem Hofgut vorbei und mit ausschweifenden Aussichten auf Schwarzwald und Schwäbische Alb.

Wir starten am Kloster Kirchberg, östlich des Stadtkerns von Sulz am Neckar. Wir gehen auf den ersten rund 4km von 570m auf 497 hinunter und werden dann auf den nächsten anderthalb Kilometern mit Anstieg zu tun bekommen, auf 615m und bis 620m. Vor dem Eingangstor zur Klosteranlage gehen wir ein Stück Sträßchen und biegen bei den Klosterteichen links ein. Am Wegesrand entlang verteilen sich sechs Klosterteiche. Beim letzten Teich halten wir uns rechts und gehen den Rosenbühlweg, dem wir auch durch den Wald und das Zimmerer Tal folgen.

Beim Hof Bernstein öffnet sich die Landschaft und macht Nutzflächen Platz. Wir sind am tiefsten Punkt der Runde. Das landwirtschaftliche Gut in einem Seitental der Stunzach war ab 1237 auch mal Kloster und zwar einer Gemeinschaft der Waldbrüder. Hier waren Franziskanermönche mit der Bewirtschaftung befasst, mit Viehzucht, Obstbäumen und Hopfen zum Beispiel.

An Wiesen, Wald und Äckern vorbei, über eine Landstraße gehen wir bergauf und schließlich zum Kloster Kirchberg. Wir erkunden die Klosteranlage mit dem hübschen Klostergarten und dem gotischen Maßwerk, dass vom Kreuzgang übrig geblieben ist, der Klosterkirche mit barockem Hochaltar, können im Klosterladen stöbern sowie in der Schenke  mit Biergarten eine Brotzeit genießen. Im Kloster ist auch eine Kunstsammlung von Helmuth Uhrig (1906-1979). Er war Maler und Bildhauer und gehörte der Michaelsbruderschaft der Berneucher Bewegung an.

Bildnachweis: Von W. Bulach [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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