Palmengarten (Frankfurt am Main)

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Der Palmengarten liegt im Frankfurter Stadtteil Westend und mit seinen 22ha ist er einer der größten Gärten dieser Art. Wer in eine tropische andere Welt eintauchen möchte, nutzt am besten den Haupteingang in der Siesmeyerstraße 61.

Der Gartenfachmann Heinrich Siemeyer sollte tropische Baum- und Pflanzenbestände des Herzogs Adolf von Nassau verkaufen und der Verein, der sich für die Gründung eines Bürgerparks in Frankfurt stark machte, kaufte um 1868 den Grundstock für den 1871 eröffneten Palmengarten, den Siesmeyer nach englischen und französischen Gärten anlegte. Das Gesellschaftshaus entstand um 1900. Der Festsaal, 2012 renoviert, glänzt in filmkulissiger Pracht.

Wer den Palmengarten nicht die ganze Zeit zu Fuß erwandern mag, nimmt die einspurige Parkeisenbahn, die 1972 mit einer Streckenlänge von 650m installiert wurde. Das Tropicarium und das Subantarktishaus entstanden in den 1980er Jahren. Die Wüste wurde 2005 in das Wüstenhaus eingeladen.

Doch der Palmengarten bietet nicht nur Farbenpracht durch die zahlreichen tropischen und subtropischen Pflanzen, sattes Grün für die Städteraugen und frische Luft für klimaanlageübersättigte Lungen, sondern auch etliches für die weiteren Sinne, wie Jazz und Events. Ganz besonders hübsch wird es zum Rosen- und Lichterfest im Juni, wo 12.000 Rosen und zig Kerzen um das Staunen der Besucher ringen und ein Feuerwerk zum Abschluss letztlich alle Blicke auf sich lenkt.

An der nordöstlichen Ecke des Palmengartens schließt sich der Botanische Garten an, der 2012 von der Stadt übernommen wurde. Die Gründung des Botanischen Gartens geht auf eine Stiftung von Johann Christian Senckenberg von 1763 zurück. Damals war die Erforschung von Heilpflanzen eine treibende Kraft für den Anbau. Sein erster Standort war südöstlich des Eschenheimer Turms. 1907 zog er um. Der Botanische Garten war seit 1914 wissenschaftlicher Forschungs- und Lehrgarten der Goethe-Universität. Rund 4.800 Pflanzenarten aus Europa, Asien und Nord-Amerika sind hier landschaftsnah kultiviert.

Nahe der beiden Gärten liegt der Grüneburgpark ebenfalls im Stadtteil Westend, er schmiegt sich sozusagen um den Botanischen Garten und liegt gegenüber des Palmengartens. Der Grüneburgparkt bringt es auf stattliche 29ha Natur in der Stadt und ist der größte Park innerhalb des Frankfurter Alleenrings. Seinen Namen erhielt er wegen dem hier einst befindlichen Gutshof Grüne Burg der sich später zum Schloss Grüneburg, als Landsitz der Familie Rothschild, verpuppte. Eine Tafel erinnert an das Neue Palais.

Doch auch heute gibt es noch hübsche Gebäude neben all dem frischen und herrlichen Grün zu sehen, wie der 1820 entstandene Schönhof-Pavillon mit dem Café. Sehenswert auch die Georgioskirche der orthodoxen Gemeinde, die im byzantinischen Stil gebaut wurde. Ein besonderes Schmuckstück ist der Koreanische Garten mit Teichen und zwei Pavillons – gestiftet von Südkorea, anlässlich der Buchmesse 2005.