Niedertiefenbach (Katzenelnbogen)

Ein Stück Allgäu im Hintertaunus: Die Lage der Ortsgemeinde Niedertiefenbach bei Katzenelnbogen wird von Besuchern des Öfteren mit dieser süddeutschen Landschaft verglichen. Tatsächlich ist eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden – von der intakten Natur über das milde Klima und die vielfältige Fauna und Flora bis hin zum gut ausgebauten Wanderwegenetz, das die umliegenden Berge durchzieht.

Niedertiefenbach ist umgeben von Erhebungen des Einrich: Von der Weißler Höhe (456m) im Osten, der Ringmauer (449m) im Süden und dem Galgenkopf (370m) bei Roth im Norden. Östlich des Dorfes erhebt sich außerdem der Oberwald auf bis zu 405m ü. NN. Fast die Hälfte der Gemarkung von Niedertiefenbach ist mit Wald bedeckt.

Einen Abstecher lohnt auch die evangelische Pfarrkirche in der Hauptstraße, die hoch über dem Hasental thront. Die 1248 geweihte Kirche ist die älteste fast unverändert erhaltene Kirche des Einrichs. Das spätromanische Schiff, das um 1500 erweitert wurde, ist mit Apostelreliefs aus dem 16. Jahrhundert verziert. Die Kirchenorgel wurde nachträglich 1752 eingebaut. Die Kirche und das Pfarrhaus, ein Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert, stehen heute unter Denkmalschutz. Direkt an der romanischen Kirche befindet sich der Wanderparkplatz von Niedertiefenbach.

Am Ortsrand in Richtung Lollschied liegt der Jakobsbrunnen. Und nordwestlich des Dorfes ist am Waldrand ein denkmalgeschützter jüdischer Friedhof zu finden. Das umfriedete Gelände umfasst ca. 30 Grabsteine.