Mönchsbruch-Rundtour ab Bohlsen (Gerdau)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑149m  ↓149m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Bohlsen liegt an der Gerdau und von dort wandern wir ins Naturschutzgebiet Mönchsbruch. In Bohlsen startet auch die Golddörferroute Bohlsen-Böddenstedt. Bohlsen ist demnach ein Dorf mit Zukunft. Unsere direkte Zukunft heute liegt westlich von Bohlsen.

Wir starten an der Gerdau, die fast 30k misst und ein Quellfluss der Ilmenau ist. Sie gibt auch der Gemeinde ihren Namen. Bohlsen ist ein Teil davon. Wir sind nah der Mühle. Die Wassermühle Bohlsen an der Niedersächsischen Mühlenstraße ist die einzige kommerziell betriebene Wassermühle im Landkreis Uelzen.

Die Geschichte der Wassermühle Bohlsen beginnt im 13. Jahrhundert. Bei der Mahlmühle entstand eine Bäckerei, mit Bio- und Vollkornprodukten. Rund 200 ökologische Landwirtschaftsbetriebe liefern das Mahlgut. Am Ortsrand wurde die Hauptbetriebsstätte errichtet, da es im Ort zu eng wurde.

Schmiedestraße und Kirchsteig führen uns aus Bohlsen, durch Ackerflächen und Wiesen, in die Aue der Gerdau. Dort geht’s durch Feuchtgebiete und Wäldchen nach Gerdau. Würden wir den Bach queren, kämen wir zur evangelischen Kirche St. Michaelis, die auf den Grundmauern eines gotischen Baues errichtet wurde. Sie hat einen ziemlich massigen Turm und im Inneren ein schön mit Holz getäfeltes Tonnengewölbe.

Wir queren die B71 und kommen ins Naturschutzgebiet Mönchsbruch, wo wir auf den Häsebach treffen. Das Naturschutzgebiet ist fast 400ha groß, umfasst einen Teil des Häsebachs mit seinem Tal, bis kurz vor die Mündung in die Gerdau und den Kolkbach nebst Niederungen. Die Bachläufe sind noch recht unbehelligt durch menschliche Eingriffe. Wir sehen Auen- und Bruchwald, Grünland und wenige Äcker. Fischotter können sich tummeln, Bachneunauge oder Grüne Keiljungfer ebenso. Röhrichte, Hochstauden und Sümpfe bieten Nahrung und Verstecke. Im Randbereich des geschützten Gebiets kommen wir durch Laubmischwald und verlassen es durch Wiesen und Felder.

Nach links biegen wir in den Wichtenbecker Weg, kommen über den Häsebach und durch offene Kulturlandschaft nach Bargfeld. Wenn wir in der Ortsmitte sind, haben wir ca. 9km gewandert. Die K38 wird gequert. Nach dem kleinen Waldabschnitt halten wir uns rechts, biegen in den Dreilinger Stadtweg, dem wir etwa 3km durch die Felder folgen, dann links in den Boddenstedter Weg zweigen, der uns nach Bohlsen zurückbringt.

Bildnachweis: Von Oxfordian Kissuth [CC BY] via Wikimedia Commons

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