Mitterfels: Perlbachtal, Teufelsfelsen und Burg Mitterfels


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑224m  ↓224m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese kleine-feine Wanderung bringt uns durch das idyllische Perlbachtal (einem Abschnitt des Menachtals), zur Talmühle, über den Teufelsfelsen, zur Neumühle, durch Scheibelsgrub und zur Burg Mitterfels.

Mitterfels ist ein Markt im niederbayrischen Landkreis Straubing-Bogen und ein anerkannter Luftkurort, in der Region Donau-Wald, auf einem Felsplateau über dem Menachtal. Diese Lage brachte Mitterfels den Beinamen Bayerisches Jerusalem ein.

Start ist der Parkplatz beim Panoramabad Mitterfels. An Sportanlagen vorbei wandern wir die erste Hälfte der Runde in südliche Richtung und kommen an den Perlbach, der unser Begleiter wird. Bei einem Jugendzeltplatz stoßen wir drauf. Im Kerbtal bei Mitterfels wird die Menach Perlbach bezeichnet, denn in diesem Bereich gab es wohl besonders viele Flussperlmuscheln. Die Menach insgesamt kommt auf gut 26km und mündet südlich von uns in die Kinsach.

Talmühle ist ein kleiner Weiler, der bereits im 16. Jahrhundert urkundlich auftauchte. Das Gebäude im Heimatstil soll 1661 gebaut und 1811 erneuert worden sein. Gleich darauf sehen wir den Teufelsfelsen, der als Geotop geschützt ist. Die Felskuppe ist aus Perlgneis und überragt das Bachtal um rund 50m. Westlich von uns liegt die Burg Mitterfels, die wir später entdecken. Wir wandern zunächst weiter mit dem Perlbach, kommen an Neumühle vorbei und nach rund 3,5km macht die Runde einen Bogen. Nun geht’s aufwärts und gen Norden.

Wir durchstreifen einen Teil von Scheibelsgrub und wandern zur Burg Mitterfels. Das auch Schloss Mitterfels genannte Ensemble steht auf einem Felszunge und wurde gegen Ende des 11. Jahrhundert durch die Grafen von Bogen gebaut. Es folgte ein Pfleggericht, ein Landgericht und hernach ein Amtsgericht. Heute ist die Burg Mitterfels Rathaus. Dazwischen fand der Dreißigjährige Krieg statt und etliches wurde zerstört, 1812 gar abgerissen und dann wieder aufgebaut. Die ältesten Zeitzeichen sind die mittelalterlichen Umfassungsmauern, der Burggraben, die Steinbrücke, es gibt einen Turmrest von 1812, einen Gefängnistrakt sowie das Pflegerhaus. Das Heimatmuseum hat hier auch eine feste Burg erhalten.

Wir verlassen den geschichtsträchtigen Burgenstandort, wandern ein Stück durch den Wald, erreichen Wiesen und machen einen Schlenker in den östlichen, bewohnten Bereich von Mitterfels, ehe wir alsbald am Panoramabad auskommen.

Bildnachweis: Von Gomera-b [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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