Meißendorfer Teiche Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑67m  ↓67m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Meißendorfer Teiche sind ein schönes Erholungsgebiet für Natur und Mensch. Der landschaftliche Reiz ist hier überall zu finden. Nordöstlich unseres Starts ist zum Beispiel das Ostenholzer Moor, wir kommen durch Bruchwiesen, wandern mit der Meiße durch die kleine Seenplatte mit Hüttensee und Turm, mit Großem Schafmoorteich, Krumme Rieth, der Große Möwenteich ist südlich von uns. Den kleinen Hüttensee zum Baden gibt es auch, angedockt ist ein Campingpark. Meißendorfer Teiche mit Bannetzer Moor heißt das 815ha große Naturschutzgebiet, das sich südlich unserer Runde weiter ausdehnt.

Start ist auf Gut Sunder mit Naturhotel, weiteren Teichen und einem Standort des NABU. Gut Sunder geht im Ursprung auf einen Freihof des Klosters St. Michaelis in Lüneburg zurück (16. Jahrhundert). Das Herrenhaus steht unter Denkmalschutz. 1881 begann der damalige Eigentümer des Gutes mit der Teichwirtschaft.

Während wir im Uhrzeigersinn und gen Süden wandern schauen wir uns die Erhaltung dieser Bemühungen an, bzw. auch deren Renaturierung. Damals wurden 51 Teiche in Heide und Moor angelegt. Die kleine Meiße (Allerzufluss), wurde kanalisiert und versorgt die Teiche mit Wasser. Dann begann die größte Karpfenzucht Norddeutschlands. Deren Blüte endete schließlich in den 1970er Jahren. Teils wurde die Meiße wieder frei gelassen und darf ihrem alten Lauf nachgehen.

Wir kommen durch die Ferienzone am Badesee und biegen auf den Hüttensee-Rundweg. Auf dem wandern wir durch die Seenlandschaften zum Hüttensee-Turm, einem Vogelbeobachtungsturm mit Blick auf Kormorane, Schwäne, Enten, ins Schilf und darüber hinaus in den Mischwald.

Der Hüttensee-Rundweg macht was er soll und bringt uns jetzt an der anderen Seite vom Badesee vorbei. Wir wandern mit dem Bruchweg durch Wald, umrunden dann eine weitere kleine Teich-Kolonie an der Meiße, die hier durch Auwiese fließt. Wir kommen über Bruchwiesen. Mit dem Breliedamm gelangen wir in den Schatten des Mischwalds und sind flugs beim Gut Sunder.

An den Meißendorfer Teichen entstand 1948 übrigens der erste Kinofilm des bekannten Naturfilmers Heinz Sielmann („Lied der Wildbahn“).

Bildnachweis: Von Lotte76 [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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