Limeswanderung bei Neckarburken (Elztal)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑289m  ↓289m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Wappen von Neckarburken ist eine Burg. Die erinnert daran, dass zur Römerzeit zwei Kastelle des vorderen Limes am Ort waren. Ein Kastelltor sowie ein Teil des Römerbads konnten konserviert werden. Im einstigen Fachwerkrathaus ist das Museum am Odenwaldlimes mit Miniöffnungszeiten.

Wir starten die Römerrunde nach Dallau in der Wörschelstraße in Neckarburken. An der B27 liegen die Fundstellen der Römerkastelle Neckarburken. Es gab im 2. Jahrhundert ein größeres Westkastell von 2,1ha, ein sogenanntes Kohortenkastell für bis zu 500 Soldaten und ein Ostkastell von rund 0,64ha, das als sogenannte Numeruskastell lediglich 120 Kämpfer beherbergen konnte. Auch fand sich ein Kohortenbad. Die Fundamente des Römerbades sind restauriert und geben einen kleinen Einblick in die römische Badekultur, wobei etwa die Hälfte des Bades zu sehen ist.

Wir wandern durch die Lessingstraße und kommen nach Dallau, die B27 ist links von uns. Rechterhand biegt das Sträßchen Danter ab, wir folgen und zwar ansteigend, durch abwechslungsreiche Landschaft, mit Wiesen und kleinen Waldabschnitten und mit Feldern wieder hinab nach Dallau, am Friedhof vorbei.

Hier steht die katholische St. Maria Immaculata Kirche (1737) in unmittelbarer Nachbarschaft zur evangelischen Kirche (1750). Die Dorfstraße führt uns zum Schloss Dallau, das auf eine einstige Wasserburg des Deutschordens zurückgeht und auf die Zeit um 1300. Nach der Übernahme durch den Deutschorden bauten sie die Wasserburg im 15. Jahrhundert um und aus. Aus dieser Zeit ist der Staffelgiebel. Im 18. Jahrhundert war nicht mehr viel übrig von der Burganlage. Was wir heute sehen gehört der Gemeinde und wird kulturell genutzt.

Wir durchqueren den Ort und lassen die Bahngleise hinter uns. Der nächste Weg in die Landschaft heißt Im Marienthal. Er folgt dem Trienzbach und wir sehen einige Teiche. Wir queren den Bachlauf mehrfach in dem Wandergebiet mit Kunst im Raum, einer Kapelle (Lourdes-Grotte), nahe dem Baum Dicker Willi. 

Der Trienzbach wird kurz drauf flankiert von einer Kneippanlage und einem Barfußpfad, nahe der Herrlich-Hütte. Ganz nett hier. Mit Wald verlassen wir den Bach und wandern eine Aufwärts-Schleife im Bürgerwald. Mit Baumbegleitern geht’s auch wieder hinab. Am Dallauer Weg treffen wir auf Wiesen und Felder, bevor wir über Waldsteige, Bahnhofstraße, Roter Brunnenweg und Brunnengasse zur Friedenskirche in Neckarburken kommen. Das erwähnte Museum ist Nachbar. Kurz drauf sind wir am Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Hartmann Linge [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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