Lillachtal und Klosterbrauerei Weißenohe (Fränkische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑232m  ↓232m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir sind unterwegs bei Weißenohe im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst und wollen ein wenig das Lillachtal erkunden. Die östlich von Weißenohe entspringende Lillach kann man sogar schmecken, nämlich „veredelt“ als Weißenoher Klosterbier.

An dem einstigen Benediktinerkloster Weißenohe mit der Klosterkirche St. Bonifatius werden wir auch zuerst vorbeikommen. Start ist am Bahnhof Weißenohe. Wir überqueren die B 2, die gen Norden nach Gräfenberg führt, und gehen durch die Hauptstraße zum Kloster Weißenohe. Bei der Hauptstraße vereinen sich die Kalkach und die Lillach zum Aubach.

Die Klostergründung wird für das Jahr 1050 angenommen. Die Brautradition begann wohl damals schon. Die Klosterbrauerei Weißenohe findet sich in den Wirtschaftsgebäuden der Benediktinerabtei. Jüngst hat sich der Förderverein Chorakademie gegründet, der den Abtsflügel „besingen“ möchte.

Die Klosterkirche St. Bonifatius wurde nach Klosteraufhebung Pfarrkirche in Weißenohe. Der barocke Sakralbau entstand an der Stelle einer Vorgängerin und wurde ab 1690 errichtet. Der Turm ragt 45m hoch in die von Natur umgebene Gemeinde, im Inneren glänzen die Altäre.

Wir überqueren den Friedhof links der Kirche, passieren Pfarrhaus, gegenüber ist das Rathaus und biegen rechts in die Dorfhausstraße ein. Mit ihr gehen wir der Lillach-Quelle entgegen. In Dorfhaus sehen wir ein schmuckes, rotes Pfarrhaus aus dem Jahr 1901 mit Mittelrisalit.

Unsere Wanderung durch das Lillachtal führt uns stetig leicht bergauf durch die kultivierte Landschaft. Die Lillach fließt rechts von uns, wir kommen an einem Bauernhof vorbei und der Bach bildet einige Teiche.

Das Lillachtal gilt als ein wichtiges Biotop mit über 120 Schmetterlingsarten, man trifft auf Salamander und Wasseramsel zum Beispiel. Die Lillach plätschert munter über einige Sinterstufen aus Kalktuffgestein. Wir durchstreifen Wald, Waldrand und Bachaue. An der Lillachquelle führt die Runde uns gen Südwesten, rund um den Küheberg. Nach 5,6km etwa haben wir bei 513m den höchsten Punkt der Naturrunde erreicht: Wiesen, Felder, dann wieder durch den Wald mit Felsen begegnen und im Anschluss.

Eine Rastmöglichkeit ist die Hainburg, wenn wir rund 7,5km gewandert sind. Der Burgstall Hainburg (Burgstall Rüsselbach) ist eine abgegangene mittelalterliche Spornanlage, von der man heute ein Wall-Graben-System ausmachen kann.

Die verbliebenen Kilometer führen uns durch Wald und Felder, erst bergab, dann nochmal kurz über eine kleine Höhe und hinab nach Weißenohe, wo wir am Kloster-Sud nippen könnten. Weißenohe mit der Klosterbrauerei liegt am Brauerei-Wanderweg bei Gräfenberg.

Bildnachweis: Von Benreis [GFDL] via Wikimedia Commons

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