Leipziger Altstadtrunde: Alle Sehenswürdigkeiten auf einer Tour


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑92m  ↓92m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Leipzig – größte Stadt Sachsens, Kreativzentrum in Mitteldeutschland, Messestadt, mit dem Gewandhausorchester und dem Thomanerchor eines der kulturellen Herzen unseres Landes. Ein Ausflug nach Leipzig empfiehlt sich immer und wer die Innenstadt erkunden will, der ist auf dieser City-Tour durch Leipzig genau richtig.

Wir starten am Hauptbahnhof Leipzig, der mit seiner fast 300m langen Fassade allein schon ein interessantes Ziel ist. Durch die gute Anbindung ist Leipzig hervorragend zu erreichen z.B. von Berlin, Dresden, Hamburg, Hannover, Nürnberg, Frankfurt am Main, München, Dortmund und Köln.

Vom Hauptbahnhof gehen wir erstmal in den Oberen Park, vor Ort auch gerne Schwanenteichanlage genannt, der Schwanenteich bildet nämlich den zentralen Teil dieses Parks. An dem vorbei gehen wir vor bis zur Oper Leipzig. Die war eine der ersten für Bürger geöffneten Musiktheater Europas. Das heutige Opernhaus stammt aus den 1960er Jahren.

An der Oper halten wir uns rechts und spazieren in die Altstadt. Unser Ziel ist die Nikolaikirche, die älteste und größte Kirche Leipzigs. Im Herbst 1989 war die Nikolaikirche zentraler Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in der DDR.

Vorbei an den Gebäuden der Universität Leipzig (gegründet 1409 und damit die zweitälteste ohne Unterbrechung betriebene Uni in Deutschland) gehen wir zum Neuen Gewandhaus. Das Neue Gewandhaus ist ein 1981 eingeweihtes Konzertgebäude am Augustusplatz. Zuvor gab es zwei Vorgängerbauten an anderer Stelle, die seit 1781 als Heimstätten des Gewandhausorchesters dienten. Das Leipziger Gewandhausorchester zählt zu den weltweit führenden Klangkörpern und gilt mit derzeit etwa 185 Berufsmusikern als weltweit größtes Berufsorchester. Zugleich ist es das älteste bürgerliche Konzertorchester im deutschsprachigen Raum.

In direkter Nachbarschaft steht die Moritzbastei als letzter erhaltener Teil der Stadtbefestigung von Leipzig. Von 1979 bis 1993 wurde sie von der Universität Leipzig als Studentenclub betrieben. Seitdem dient sie als Kulturzentrum.

Durch die Lenné-Anlage gehen wir zum Burgplatz und zum Neuen Rathaus, das 1905 im Stil des Historismus fertiggestellt wurde. Durch die Burgstraße spazieren wir nun auf die Thomaskirche zu. Hier singt der Thomanerchor (gegründet 1212), hier predigte Martin Luther, hier spielte Johann Sebastian Bach, dessen Gebeine seit 1950 auch hier ruhen.

Durch die Marktgalerie gehen wir weiter zum Markt Leipzig, ein etwa ein Hektar großer Platz, der als Mittelpunkt von Leipzig gilt. Hier fanden im Mittelalter die bekannten Messen statt. Im Osten wird der Markt von den Arkaden des Alten Rathauses aus dem Jahr 1556 gesäumt. Es ist das älteste erhaltene Bauwerk am Platz und gilt als eines der bedeutendsten deutschen Profanbauten der Renaissance.

Nach einer kurzen Runde um die Einkaufspassagen am Markt gehen wir am Alten Rathaus hinüber zum Naschmarkt und in die Mädlerpassage, eine der feinsten Adressen von Leipzig. Bevor die Mädlerpassage 1912-14 erbaut wurde, stand hier Auerbachs Hof und zu dem gehörte der Auerbachs Keller, eine der bekanntesten Gaststätten Deutschlands, seitdem Goethe hier literarisch Mephisto und Faust einkehren ließ. Wir sind wenig später wieder an der Nikolaikirche und spazieren nun durch die Nikolaistraße zurück zum Hauptbahnhof.

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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