Kurze Tour am Rhein: Kaiserpfalz Kaiserswerth und Wasserschloss Kalkum


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑49m  ↓49m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese kurze Runde im Düsseldorfer Norden verbindet zwei spannende Sehenswürdigkeiten: die Ruinen der von Barbarossa erbauten mächtigen Kaiserpfalz Kaiserswerth und das klassizistische Wasserschloss Kalkum.

Wir starten am Theodor-Fliedner-Gymnasium. Da gibt’s am Wochenende Parkmöglichkeiten und unter der Woche kann man mit der Stadtbahnlinie U79 der Rheinbahn die direkt benachbarte Haltestelle Kalkumer Schlossallee anfahren.

Wir gehen Richtung Rhein, knicken kurz rechts in die Arnheimer Straße und dann direkt links in den Herbert-Eulenberg-Weg. Der führt uns an den Rhein heran. Wir spazieren rheinaufwärts vor bis zur Kaiserpfalz.

Die Pfalz Kaiserswerth geht in ihren Ursprüngen auf eine Klostergründung um das Jahr 700 zurück. Die heutigen mächtigen Mauern stammen allerdings aus der Zeit von Kaiser Friedrich Barbarossa (1122-1190), der den Rheinzoll von der niederländischen Stadt Tiel nach Kaiserswerth verlegte. Die rheinseitig gelegene, sechs Meter dicke Westfront des Palas besitzt trotz Zerstörungen immer noch eine Breite von 50 Metern und eine Höhe von 14 Metern. Zu seinen Glanzzeiten besaß der Bau ein Geschoss mehr als seine heutzutage noch erhaltene Mauer aufzeigt. Errichtet wurde er aus Basaltquadern vom Drachenfels und Tuffstein.

Von der Kaiserpfalz aus gehen wir wieder zurück und steuern die Suitbertus-Basilika an. Sie wurde um 1050 errichtet. 1264 kamen die Gebeine der heiligen Suitbertus nach Kaiserswerth und der Suitbertusschrein gehört zu den wichtigsten mittelalterlichen Reliquienschränken entlang des Rheins.

Von der Suitbertus-Basilika spazieren wir zum Kaiserswerther Markt. Hie halten wir uns rechts und gehen zum Klemensplatz und weiter zur Alten Landstraße. In die biegen wir nach rechts und dann die zweite links (Zeppenheimer Weg). Hier steht der Kaiserswerther Menhir, der, von einigen Bodenfunden abgesehen, das älteste noch erhaltene Denkmal in Nordrhein-Westfalen ist. Der Menhir stammt aus der Zeit von 2000 bis 1500 v. Chr.

Der Zeppenheimer Weg führt uns zum Mutterhaus der Kaiserswerther Diakonie, wo u.a. Florence Nightingale 1851 hospitierte. Das Pflegemuseum Kaiserswerth kann zu der Geschichte der Kaiserswerther Diakonie spannende Fakten liefern.

Vorbei am Florence-Nightingale-Krankenhaus gehen wir zur Kreuzbergstraße, folgen der nach rechts und kommen so zum Schlosspark von Schloss Kalkum. Hervorgegangen aus einem der ältesten Rittersitze der Region erhielt Schloss Kalkum sein heutiges klassizistisches Aussehen 1808-14, als Vorburg und Herrenhaus durch Einfügung von Zwischenbauten zu einer geschlossenen Vierflügelanlage umgestaltet wurde. Unter Leitung des Landschaftsarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe wurde der Schlosspark zu einem englischen Landschaftsgarten erweitert. Wir schauen und staunen und sind dann schon wieder auf dem Rückweg durch die Kalkumer Schlossallee zurück zum Theodor-Fliedner-Gymnasium.

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