Koblenz-Arenberg

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Roter Hahn – so nennt man den Koblenzer Stadtteil Arenberg noch heute, obwohl die namensgebende Pferdeausspannstation von 1630 schon lange der Geschichte angehört. Heute ist Arenberg vor allem als Wallfahrtsort bekannt. Der in Vallendar geborene Pfarrer Johann Baptist Kraus ließ 1845-60 in einer Parklandschaft zwischen Arenberg und dem nördlich gelegenen Immendorf die Landschaftsbilderbibel erstellen. Das Projekt wurde von der späteren Kaiserin Augusta nicht nur ideell gefördert und führte in der Folge zu einem hohen Aufkommen an Besuchern.

Durch die Pfarrer-Kraus-Anlagen führt ein Fußweg, der 14 Stationen eines Kreuzwegs umfasst. Zusätzlich gibt es die Teilbereiche Ölberg, Mariengarten, Antoniusgarten und Erlösergarten.

Kernstück des Erlösergartens ist die Kapelle mit dem Thema „Erlösung von dem Bösen“. An ihrer Fassade sind zwei Bäume des Paradieses dargestellt, der Baum des Lebens mit Engelsköpfen statt Äpfeln und als Pendant der Baum der Erkenntnis, der Totenköpfe trägt. Die Blendpfeiler der Rundbögen sind die Stämme der Bäume. In der Herz-Jesu-Grotte neben der Erlöserkapelle gibt es zwei Christus-Statuen. Eine botanische Attraktion des Erlösergartens ist der 1885 gepflanzte kalifornische Riesenmammutbaum, der 2005 einen Stammesumfang von 4,17m am Boden erreicht hat.

Die Landschaftsbibel wird dominiert von der 1872 fertiggestellten Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus, eine dreischiffige neoromanische Pfeilerbasilika. Der kompakte Baukörper thront in christlicher Strenge inmitten der verspielten Gartenszenerie. Die gesamte Kirche ist mit Mosaiken aus Gesteinen, Muscheln und Mineralen ausgestattet, die Pfarrer Kraus selbst – teilweise aus der Umgebung – zusammengetragen hat.

Oberhalb der Pfarrer-Kraus-Anlagen befindet sich das Kloster Arenberg. In dem 1864 erbauten Kloster sind seit 1868 die Dominikanerinnen ansässig, die Pfarrer Kraus zur Pflege der Wallfahrtsanlage und für karitative Aufgaben in der Gemeinde dringend benötigte. Das Kloster war in der Vergangenheit ein Kneipp-Sanatorium. Heute ist es eine Begegnungsstätte, die auch „Urlaub von der Welt“ anbietet. Westlich des Mutterhauses erstreckt sich ein weitläufiger Park mit Kräutergarten.

Südlich von Arenberg liegt in einer von Bächen eingerahmten Mulde die Ruine der ehemaligen Wasserburg Mühlenbach. Der Turm erhebt sich 23m hoch über einer quadratischen Grundfläche von gut 7m Längenmaß.

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