Knopfmacherfelsen-Rundwanderung zum Kloster Beuron (Donaubergland)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑567m  ↓567m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf dieser Wanderung erwarten uns gleich mehrere Sehenswürdigkeiten mit Aussichten und Geschichte. Vom sagenumwobenen Knopfmacherfelsen zur Erzabtei Beuron, gegründet im 11. Jahrhundert. Bei der Rosenhalde und dem Alpenblick genießen wir herrliche Aussichten und kommen zum Schloss Bronnen. Bronnenhöhle, Jägerhaushöhle und das Sperberloch liefern Einsichten.

Wir starten am Hotel Berghaus Knopfmacher beim Aussichtspunkt Knopfmacherfelsen (765m) und lassen den Blick über die Donau im Naturpark Obere Donau, in die Felslandschaft und bis zum Schloss Bronnen schweifen. Der Sage vom Knopfmacherfelsen zufolge stürzte hier 1833 ein Knopfmacher zusammen mit seinem Ross in die Tiefe, was zweifelsohne tödlich verlief. Der Knopfmacher kam vom Markt in Tuttlingen. Auf dem Weg nach Beuron brach die Nacht ein und die Gestalt einer Frau - dem sogenannten Hardtfräulein - wies ihm in böser Absicht den Weg hinauf auf den Felsen. Mann und Pferd stürzten in die Tiefe. Uns passiert das nicht, wir sind aber dankbar, dass dieser Felsen eine so schöne Geschichte für uns bereithält.

Kurz drauf sind wir bei einem Aussichtspunkt am Grillplatz Schanze. Unter uns ist ein Donaustollen. Wir wandern abwärts ins Donautal und queren die Donau nach rund 3,5km. Vor uns ist die Erzabtei Beuron mit der barocken Kirche. Kloster Beuron wurde 1077 als Augustiner-Chorherrenstift gegründet. Im 17. Jahrhundert wurde es zur Abtei erhoben und erneuert. Seit 1863 sind Benediktiner vor Ort. Sie betreiben einen Klosterverlag nebst Buchhandlung, ein Wasserkraftwerk, eine Klostergärtnerei und Klosterbrennerei. In der Nähe ist ein Café und am Kloster Beuron führt die Donauwelle-Rundwanderung Eichfelsen-Panorama am Donaudurchbruch vorbei.

Am Bahnhof in Beuron ist das Haus der Natur im einstigen Bahngebäude untergebracht mit dem Sitz des Naturparks Oberes Donautal und ein Naturschutzzentrum mit zahlreichen Infos zur Landschaft, die nicht trocken sind, denn es gibt neben Naturpark-Apfelsaft weitere regionale Produkte im Angebot.

Wir queren ein Gleis und nach rund 4,8km geht es knackig bergauf. Nach rund 500 Anstieg haben wir bei der Rosenhalde einen fantastischen Blick in den Naturpark, kurz später einen Alpenblick. Wald, hin und wieder Lichtungen und zwischendrin die Überquerung von Kreisstraßen bringen uns zum nicht öffentlichen Schloss Bronnen der Herren von Enzberg auf einem steil abfallenden Felsen im Oberen Donautal. Um 1100-1150 entstand das Schloss als Burganlage.

Im Felsen sind die drei Bronner Höhlen, in denen Funde aus der La-Tène- und Bronzezeit gemacht wurden. Wir sind steil abwärts unterwegs und treffen auf die Jägerhaushöhle, als ein wichtiger Fundort von Relikten der Steinzeit. Einst suchten Jäger und Sammler hier Schutz.

Beim Jägerhaus passieren wir die Donau und machen uns wieder aufwärts auf den Weg, hinauf zum Sperberloch. Bis zum Knopfmacherfelsen sind es jetzt nur noch zwei bewaldete Kilometer.

Bildnachweis: Von Zottie [CC BY-SA 2.0 de] via Wikimedia Commons

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