Klosterweg Kelheim (Klösterl und Kloster Weltenburg)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑155m  ↓149m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wege der Donaupforten sind Themenwege an der Donau rund um Kelheim, zwischen Oberndorf und Eining. Unsere heutige Strecke startet in Kelheim, an der Donau mit Blick auf die Maximiliansbrücke, folgt dem Lauf der Donau gen Westen und dem spirituellen Weg des klösterlichen Daseins. Ziel ist gegenüber dem Kloster Weltenburg, nahe dem Donaudurchbruch, zu dem man mit einer traditionellen Zille übersetzen kann. Per Schiff kann man dann auch zurück nach Kelheim.

Wenn der Weg das Ziel sei, ist das mit der Natur und ihrem Schutz verbunden, nämlich dem Naturschutzgebiet Weltenburger Enge, denn ein Großteil der Strecke ist am Rand des Naturschutzgebiets und nah am Donauufer. Wenn der Weg das Ziel ist, ist alles im Fluss, in diesem Fall, einem 2.857km langen und wir sind auf den Spuren der Eremiten.

Es gibt auch eine Käferart namens Eremit, der sich in morsche Baumstämme verkrümelt und zur Unterfamilie der Rosenkäfer zählt. Der lebt auch hier. Wo wir bei den Naturfreunden sind: Gelbbauchunke und Bechsteinfledermäuse sind zwei geschützte Arten, die an der Weltenburger Enge vorkommen. An der Weltenburger Enge trifft man auf die Eibe, sie gilt als ältester Nadelbaum und kommt in Deutschen Wäldern selten vor. Buchenwald und Schwarzspecht werden wir auch antreffen.

Alle Sinne sind auf Empfang entlang dem Donauufer, mit Blick in die wundervolle Kulisse aus Wald und Fels. Nach etwas über 2km sind wir am Klösterl (Kloster Trauntal), diesem einmaligen und fantastischem Ort, der auf Eremit Antonius und das Jahr 1454 zurückgeht. Der errichtete eine Kapelle und Klause zu Ehren des Hl. Nikolaus. Daraus wurde eine beeindruckende Felsenkirche, die den Namen rundum alle Ehre macht.

Wir verlassen die Donaupromenade und machen einen Waldaufwärtsbogen. Im Zickzack geht’s an die Donau zurück und wir sind gegenüber dem Kloster Weltenburg, einer Benediktinerabtei, und könnten eine Zille zur Überfahrt nutzen. Die Zille ist ein traditionelles Fischerboot mit flachem Boden und spitz zulaufenden Rumpfenden. Sie können 5-30m lang sein. 

Das Kloster Weltenburg mit der Kirche St. Georg ist wegen der kunsthistorisch interessanten spätbarocken Ausstattung der Brüder Asam einen Besuch wert. Wen der Durst plagt, kann sich auf mehr als 1000-jährigen Brautradition freuen. Die Klosterbrauerei Weltenburg wirbt damit, die älteste Klosterbrauerei der Welt zu sein.

Bildnachweis: Von Dede2 [CC0] via Wikimedia Commons

Vgwort