Kloster Fürstenfeld Runde


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑183m  ↓183m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Rund 25km westlich von München ist das hübsche Fürstenfeldbruck, das mit Stadt, Land, Fluss wirbt, im westlichen Oberbayern. Die Stadt lockt mit Denkmälern, Museen und dem Kloster Fürstenfeld, das Land mit Feldern und Wald, der Fluss ist die Amper, die mit ihrem blauen Band den historischen Kern rund um Bruck verziert und als Naturschutzgebiet Amperauen mit Leitenwäldern zwischen Fürstenfeldbruck und Schöngeising zum Entschleunigen einlädt.

Start/Ziel ist der Bahnhof Fürstenfeldbruck. Wir wandern mit dem Uhrzeiger erstmal gen Süden hinauf und zuvor am Feldbahnmuseum vorbei. Wir halten uns links, kommen nach der Bahnquerung am Weiherhaus und einem Weiher vorbei auf einen Trimm-Dich-Pfad. Dem folgen wir ein Stückchen, denn unser „Trimm-Dich“ folgt der Rundwanderung.

Mit Waldrand und Feldflur kommen wir zum Weiler Pfaffing und der spätgotischen Kirche St. Stephanus aus dem 15. Jahrhundert, die später barockisiert wurde. Nach rund 4km haben wir bei 613m den höchsten Punkt, sind von Wald und Feld umgeben, wandern talwärts, kommen auf die Zellhofstraße und am Engelsberg über die Bahn.

Zwischen einem Amperarm und der Amper liegt in einem schmucken Areal die Anlage des ehemaligen Klosters Fürstenfeld, die heute vielseitig für Kunst, Kultur und Religion genutzt wird: Kunstwerkstatt Alte Schmiede, Energiemuseum und Stadtmuseum Fürstenfeldbruck, Kulturwerkhaus mit Neuer Bühne, Stadtsaal, Klosterstüberl und die beeindruckende monumentale Kirche Mariä Himmelfahrt mit ihrem sehr schmucken barocken Wandpfeilerbau.

Die Grundsteinlegung des barocken Neubaus der Kirche Mariä Himmelfahrt war 1700, 1741 fand die Weihe statt und mit der Innenraumgestaltung war man erst 1766 soweit. Die Kirche ist 87m lang, 32m breit, der Turm hat 70m und die Firsthöhe beträgt fast 44m. Die Ausstattung ist ebenso phänomenal mit wundervoll ausgemaltem Gewölbe, Stuck und Farbenspiel. Selbst die Ganzkörperreliquie des Märtyrers Hyacintus hat gewissen glanzvollen Charme. Kaum auszudenken, was jetzt fehlte, wenn der drohende Abriss nach der Säkularisierung in die Tat umgesetzt worden wäre.

Die großflächige Klosteranlage mit Obstwiese und Barockgarten ist ein echtes Pfund für Fürstenfeldbruck. Wir schlendern den Zisterzienserweg. Gegenüber der Amper ist das Freibad, wir halten uns in Richtung „Auf der Lände“, einem Areal mit einstiger Schlachthofanlage, die von der Amper und einem Amperarm umschlungen ist.

Über die Amperläufe wandern wir zur Stadtbibliothek in der Aumühle, einer einstigen Mühlanlage im historisierenden Industriestil aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Am Landratsamt vorbei kommen wir zur Erlöserkirche (1925) und wandern zum Bahnhof zurück.

Oder aber wir gehen genau in die andere Richtung, um uns das denkmalgeschützte Altstadtensemble Fürstenfeldbrucks anzusehen, mit spätgotischer Wallfahrtskirche St. Leonhard, barocker Kirche St. Magdalena und den gepflegten Bürgerhäusern (ab 18. Jahrhundert) an der Hauptachse der Geschäftstüchtigkeit.

Bildnachweis: Von Guido Radig [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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