Kinzigsee

Der 23ha große Kinzigsee bei Langenselbold ist ein künstlich angelegter Badesee. Er entstand beim Bau der Autobahn A 66 als hier Kies abgebaut wurde. Die Grube lief später voll. Dabei kommt das Nass nicht von einem natürlichem Zufluss, sondern ist Sickerwasser des benachbarten Ruhlsees, weshalb lange Jahre die Wasserqualität des Kinzigsees bedenklich war.

2003 baute man eine Trennfolie ein, die den Schwimmerbereich vom restlichen See trennt, auf dem man Segeln und Surfen kann. Der Schwimmerbereich wird mit Hilfe chemischer Verfahren gesäubert, so dass die Wasserqualität seitdem unbedenklich ist.

Das Strandbad am Kinzigsee bietet einen 600m langen Sandstrand und ist ein beliebtes Ausflugsziel im Main-Kinzig-Kreis. Ein großer Freizeitpark mit Campingmöglichkeiten wird von vielen Großstädtern aus dem Rhein-Main-Gebiet als Wochenend-Datsche genutzt.

Der benachbarte Ruhlsee dagegen ist genau das Gegenstück zum trubeligen Kinzigsee. Hier soll der Mensch Abstand halten und die Tiere kommen auf ihre Kosten. Seit 1980 stehen die Kinzigauen von Langenselbold unter Naturschutz und der 17ha große Ruhlsee liegt mittendrin. Zahlreiche Wasservögel sind am Ruhlsee beheimatet und Zugvögel nutzen den Ruhlsee als Zwischenquartier auf ihrer Reise. Als besonderer Nahrungsgast wird gelegentlich schon mal ein Fischadler gesichtet. Südlich vom Ruhlsee, an der Kinzig selbst, sind inzwischen das ganze Jahr über Biber und Eisvogel wieder zu Hause.