Kempter-Wald-Rundwanderung (ab Burg Wolkenberg)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑278m  ↓278m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Kempter Wald (manchmal auch Kemptener Wald genannt) erstreckt sich über Gebiete der Landkreise Ober- und Ostallgäu sowie östlich der Allgäu-Metropole Kempten. Er zählt zu der voralpinen Allgäuer Moor- und Hügellandschaft. Hier jagten einst gerne die Fürstäbte, legten Fischweiher an, man findet die Waldkapelle und es führen zahlreiche Wanderwege durch den Kempter Wald wie ein Teilstück des Münchner Jakobswegs. Weitere Sehenswürdigkeit ist die Burg Wolkenberg.

Start ist an der B12, zwischen Kempten westlich und Marktoberdorf östlich. Uns zieht es gen Süden und zur Burg Wolkenberg, auf dem 829m hohen Wolkenberg, nahe dem Wolkenberger Weiher. Die Burg Wolkenberg aus dem 12./13. Jahrhundert hat sich mit diversen Mauerresten erhalten, die restauriert und als Sehenswürdigkeit hergerichtet wurden. Man sieht Reste der Ringmauer, des Bergfrieds, des Palas, einen Burghof, einen Treppenaufgang und einen spätmittelalterlichen Backofen.

Wir wandern durch den Kempter Wald, wo große Findlinge sind und in dem einige Bäche ihr Quellgebiet haben, die von hier aus der Iller oder der Wertach zufließen. Bei einer Lichtung kreuzen wir ein Sträßchen, das die Orte Möstenberg östlich mit Leiterberg westlich verbindet. Wir wandern bergan und kreuzen nach rund 5,1km die Kempter-Wald-Straße.

Den südlichsten Punkt der Wanderung haben wir nach etwa 8km erreicht und sind im Naturwaldreservat Dürrerbühl, wo kein Holz entnommen oder Forstwirtschaft betrieben werden darf. Bei diesem Naturwald-Reservat handelt es sich um ein Hochmoor mit Spirken und Schwarzerlen, von den Randfichten fielen etliche Käfer und Wind zum Opfer.

Wenn wir etwa 10,2km gewandert sind, treffen wir zur Rast auf einer Lichtung auf die Kempter Waldkapelle mit kleinem Glockendachreiter. Benachbart ist eine alte Jägerhütte. Dann kommen wir erneut zur Kempter-Wald-Straße, der wir nun ein Stückchen folgen, dann rechts abbiegen und nach Möstenberg wandern. Das gehört zur Gemeinde Betzigau und dort steht die Kapelle St. Magnus und Sebastian aus dem Jahr 1689. Erst durch offene Landschaft, dann wieder durch Wald gelangen wir zum Auto zurück.

Bildnachweis: Von Sir Boris [GFDL] via Wikimedia Commons

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