Köln-Buchheim

Buchheim ist ein rechtsrheinischer Stadtteil von Köln und liegt auf der Schäl Sick im Stadtbezirk Mülheim. Obwohl Buchheim im Westen von der Eisenbahn und im Osten von der Autobahn A 3 eingefasst ist, versprüht der Ort noch ein ursprüngliches Flair. Historischen Quellen zufolge existierte eine Kirche in Buchheim bereits um 900 n. Chr. in der Zeit der Karolinger.

Offiziell taucht die frühere Pfarrkirche und heutige Friedhofskapelle St. Mauritius erstmals anno 1160 in den Geschichtsbüchern auf. Die Friedhofskapelle St. Mauritius wurde im romanischen Stil errichtet. Erhalten ist aus dieser Zeit die Apsis. Nach Zerstörungen im 16. Jahrhundert baute man Alt St. Mauritius wieder auf und ergänzte die Kapelle um zwei Querschiffarme. Ende des 18. Jahrhunderts wurde St. Mauritius weitgehend zerstört und verlor ihre Pfarrrechte. Auf den Wiederaufbau als Friedhofskapelle folgten erneute Zerstörungen durch den Zeiten Weltkrieg und ein Wiederaufbau in den 1950er Jahren.

1896 errichtet man in Buchheim ein neues Kirchgebäude im neugotischen Stil: Die heutige katholische Pfarrkirche St. Mauritius. Ihren spitzen Kirchturm hat der Kölner Volksmund in Herjottszejefinger umgetauft.

Im alten Ortskern von Buchheim, am Buchheimer Ring, liegt die Wasserburg Herl, die älteste Wasserburg von Köln. Sie wurde 1663 errichtet und zählte zum Herzogtum Berg. In der gleichen Straße entstand im 18. Jahrhundert ein Park mit der Herler Kapelle. Das Ensemble steht unter Denkmalschutz.

Ebenfalls am Buchheimer Ring befindet sich die denkmalgeschützte Herler Mühle, eine ehemalige Wassermühle an der Strunde. Die Herler Mühle wurde in Fachwerkbauweise errichtet und grenzt direkt an die Merheimer Heide. Seit den 1970er Jahren dient sie als Wohnhaus.

Der benachbarte Stadtteil Buchforst entstand erst im 19. Jahrhundert aus einem weitläufigen, nahezu unbesiedelten Waldgebiet. Durch Industrieansiedlungen wurde Wohnraum für Arbeiter benötigt, und so legte man ab den 1920er gezielt Wohnsiedlungen im Bauhausstil an - wie die denkmalgeschützte Weiße Stadt mit breiten Grünflächen zwischen den Wohnblöcken, oder der ebenfalls denkmalgeschützte Blaue Hof, ein als Karree angelegter Wohnhof mit Spielplätzen im Innenhofbereich.

Die katholische Pfarrkirche St. Petrus Canisius an der Voltastraße von Buchforst ist die einzige Kölner Kirche im Bauhausstil. Sie wurde 1930-31 errichtet und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Ihr Wiederaufbau erfolgte 1948.