IVV-Permanentwanderweg Steverauenweg bei Olfen (Münsterland)


Erstellt von: RS
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Stunden 18 Min.
Höchster Punkt: 55 m
Tiefster Punkt: 39 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein Renaturierungsprojekt der besonderen Art findet sich nördlich von Olfen - die Steveraue. Die nördliche Begrenzung der Aue bildet der Fluss Stever, der gleichzeitig auch Namensgeber dieser Naturlandschaft im Münsterland ist. Auf dem rund 100ha großen Gebiet wird seit dem Jahre 2002 fast jeder menschliche Eingriff vermieden, und so entstand in den vergangenen Jahren eine völlig neue Auenlandschaft aus ehemaligen Äckern und Weiden. Durch das Abweiden und den Lebensrhythmus der dort ausgesetzten halbwilden Herden von Heckrindern und Pferden wird im Laufe der Jahre eine faszinierende und natürliche Auenlandschaft neu gebildet.

Große Bereiche der Steveraue werden durch die Rinder und Pferde abgegrast, und so entsteht genügend Raum für viele fast vergessene Wildpflanzen und Wildtiere. Bereits nach einem Jahr haben sich mehr als 30 unterschiedliche Wildpflanzen auf den ehemaligen Ackerstandorten neu angesiedelt.

Der hier vorgestellte Steverauenweg führt uns einmal um das Naturschutzgebiet herum, und viele aufgestellte Informationstafeln am Wegesrand bieten Wissenswertes zur Aue. Als offizelle IVV-Wanderung startet der Steverauenweg an der Fleischerei Middelmann in der Robert-Bosch Str. in Olfen. Zunächst wandern wir für einige Meter durch Olfen, dann geht es auf den „Leinpfad“ des ehemaligen Dortmund-Ems-Kanals mit Blick zur Kirche Olfen.

Vorbei an einer Schutzhütte führend, leitet uns der Steverauenweg durch das Bett des ehemaligen „Dortmund-Ems-Kanals“ vorbei an einer „Kreuzwegstation“ und dem jüdischen Friedhof entlang der Steveraue. Auf dem fast ebenen Weg, vorbei an einer Sitzgruppe und einer „Aussichtsplattform“, geht es später durch ein kleines Waldgebiet bis zur „Füchtelner Mühle“.

An der Mühle überqueren wir dann die Stever, und der Steverauenweg leitet uns nun nördlich entlang der Steveraue. Unterwegs bietet sich ein Abstecher zu einer zweiten Aussichtsplattform an, um die Auenlandschaft besser überblicken zu können. Auf festem Wege geht es weiter, bis wir ein zweites Mal die Stever überqueren und wieder auf dem bereits erwähnten Leinpfad abwärts in die Kanalstraße laufen, wo wir bald wieder auf den Ausgangspunkt der Wanderung treffen.

IVW

Themen

Nordrhein-Westfalen
Text, Bilder und Track dieser Wanderung unterliegen - wenn nicht anders angegeben - der Creative Commons Attribution/Share Alike-Lizenz.