Hornspitze auf der Höri (Bodensee)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑236m  ↓236m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen Zeller See und wo der Rhein nach Schaffhausen ausfließt, ist die Halbinsel Höri mit dem Örtchen Horn. Östlich, vom Zeller See eingeschlossen, ist die Bodenseeinsel Reichenau, mit Ober-, Mittel- und Niederzell. Wir erwandern die Hornspitze. Die Runde umfasst Horn und Gundholzen der Gemeinde Gaienhofen, Iznang und Weiler der Gemeinde Moos. Dabei lernen wir die Naturschutzgebiete Hornspitze, Graues Ried und Segete kennen.

Der Parkplatz am Hörnliweg beim Gasthaus Seehörnle ist Ausgangsort. Wie wandern durch die Uferzone. Das Naturschutzgebiet Hornspitze auf der Höri am Bodensee wurde bereits 1958 ausgewiesen. 1997 kamen Teile des Naturschutzgebiets Bodenseeufer hinzu, so dass es sich nun auf 188ha Ufer- und Flachwasserzone erstreckt. Mit Seeblicken, vorbei an Gundholzen, genießen wir den Abschnitt via Winkelwiesen, kommen auf das Sträßchen Im Möösle, wo sich am Bodenseeufer einige Stege und Ferienhäuser finden.

Über die Strandbadstraße spazieren wir zum Strandbad Iznang, sehen Kanuten und Camper, bevor wir durch die Ortsmitte, dann per Weiler Straße nach Weiler gehen. In Iznang wurde 1734 Franz Anton Mesmer geboren, Arzt und Begründer des Mesmerismus (Animalischer Magnetismus), der per Magnetströme zu heilen versuchte. Er verstarb 1815 in Meersburg und ging künstlerisch in die „Magische Säule“ von Peter Lenk ein. Sprachlich hat Mesmer auch Spuren hinterlassen: Das englische „to mesmerise“ bedeutet: faszinieren, hypnotisieren, in Bann ziehen …

In Weiler stand im 12. Jahrhundert eine Burg, von der lediglich ein Hügel übrig ist. Wir begleiten die K6162 aus dem Ort hinaus, kommen an den Mühlebach und treffen das Naturschutzgebiet Graues Ried, das sich links von uns erstreckt. Die geschützte Flachmoorsenke hat nur 12,2ha, kennzeichnet sich aber durch eine reiche Tier- und Pflanzengesellschaft. Durch Wald wandern wir ein Stückchen bergauf und kommen auf den Buchbuhlenweg, dann bergab durch Balisheim.

Alsbald sind wir im 7ha umfassenden Naturschutzgebiet Segete, einem kleinen Verlandungsmoor, dessen Feuchtgebiete erhalten werden sollen. Wir wandern durch Horn zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Rebeca Diez [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort