Hohkeppel

Hohkeppel machte durch eine Schenkung bereits 958 in einer erzbischöflichen Urkunde von sich reden. Diese Schenkungsurkunde wurde in Anwesenheit von Kaiser Otto I. und dessen Bruder, dem Erzbischof Bruno von Köln, ausgestellt und ist als eine der ältesten erhaltenen Urkunden des Bergischen Landes ein wichtiges Zeitdokument.

In Hohkeppel entstand an Stelle der alten Kapelle aus dem Jahr 958 im 12. Jahrhundert eine romanische Kirche, die katholische Pfarrkirche St. Laurentius. Die Pfeilerbasilika wurde 1835 niedergelegt und durch einen neuen Kirchenbau in seiner heutigen Form ersetzt: ein Langhaus mit fünfseitigem Chor. Lediglich der alte Kirchturm blieb erhalten. Die drei Glocken der St. Laurentius Kirche stammen aus dem 15. und 17. Jahrhundert. Im Innenraum finden sich u.a. eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert, ein Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert und ein schmucker Kronleuchter aus dem Jahr 1782.

Neben der St. Laurentius Kirche verfügt Hohkeppel über weitere Baudenkmäler, wie die Wegekreuze von 1722 und das alte Pfarrhaus von 1778. Sehenswert sind auch der Hohkeppeler Hof aus dem 17. Jahrhundert, die alte Vikarie von 1781 und der Burghof von ca. 1890.

Auch in Hohkeppel wurde in früheren Zeiten Erzbergbau betrieben. Im Südosten der damaligen Gemeinde Hohkeppel lag die Grube Castor, in der bis in die 1860er Jahre sowie nochmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts Eisenerz geschürft wurde. Der Bergbau war damals eine der wenigen Erwerbsmöglichkeiten für die Bevölkerung von Lindlar.