Hohe-Möhr-Turm: Rundwanderung ab Zell im Wiesental


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑627m  ↓627m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zell im Wiesental ist ein rund 6.200-Einwohner Städtchen im Landkreis Lörrach. Sie hat Wurzeln im 11. Jahrhundert und einer Klause, sprich Zelle. Wir starten am Bahnhof Zell (Wiesental), queren das Gleis und die Wiese sowie die Schopfheimer Straße (B317) und wandern in Tallage. Nach etwa 800m öffnet sich die Runde nahe der Kalvarienbergkapelle und wir wandern aufwärts, die nächsten rund 3,5km, überwiegend mit Waldbegleitung zur Hohe Möhr.

Erstmal überwinden wir kleine Serpentinen, kommen über die Möhrenstraße und entlang von Wiesenrand und Wald. Zwischen der Hohen Möhr und der Hohen Flum verläuft übrigens eine Etappe des Westwegs (Ostvariante). Wir sind auf dem Weg gen Südosten. Die Hohe Möhr mit ihren 983m ist mit einem Funkturm und einem Aussichtsturm versehen. Dessen Plattform ist auf 25m.

Der insgesamt 30m hohe Hohe-Möhr-Turm wurde 1924 aus Stein vom Schwarzwaldverein errichtet. Von oben hat man eine fantastische Aussicht auf die Schweizer Alpen, den Jura und die Vogesen, das Wiesental oder das Rheintal und natürlich auch auf die Schwarzwaldhöhen.

Waldreich wandern wir weiter, nun überwiegend wieder zu Tal. Wenn wir knapp 7,7km insgesamt gewandert sind, treffen wir auf die Schutzhütte Steinbänklehütte und kommen zu einem kleinen Wildgehege oberhalb des Zeller Wohngebiets Schwarznau. Nach einem weiteren Kilometer in Richtung Zell könnten wir einen kleinen Abstecher zur Kalvarienbergkapelle (1889) unternehmen, die recht schmuck auf einem Felsvorsprung steht.

In Zell im Wiesental war einst die Textilfabrikation ein wichtiger Motor der Wirtschaft. An der Wiese wurde das Wiesentäler Textilmuseum in den Hallen einer einstigen Weberei eingerichtet. Es zeigt die Textilmanufaktur an der Wiese vom frühen 19. – zweiter Hälfte des 20. Jahrhunderts mit den technischen und fotografischen Zeitzeugen der textilen Heimarbeit bis hin zur industriellen Fertigung.

Bildnachweis: Von Mike Schulz Gossel [CC0] via Wikimedia Commons

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