Hochälpele, Lustenauer und Bregenzer Hütte: 3-Hüttentour Schwarzenberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑919m  ↓919m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf 700m Höhe liegt der schmucke Ort Schwarzenberg mit seinen rund 2.000 Einwohnern. Auf unserer Tagestour wandern wir hinauf zu einigen Hütten wie der Bregenzer Hütte, wir kommen über den Hottersatttel und wandern mit dem Lauf der Bregenzer Ach – Natur ist das Tagesmotto mit Wald, Alpen und Bächen südlich von Schwarzenberg.

Rund um Schwarzenberg im Bregenzerwald sind viele Wanderungen ausgezeichnet. Einer davon ist der Eduard-Mörike-Weg, da der Dichter nebst Gattin 1857 in Schwarzenberg zur Sommerfrische unterwegs war. Die Strecke führt zum Hochälpelekopf (1.464m). Architektur und Leben in der Region sind am „Umgang Bregenzerwald“ beschrieben, der durch 13 Dörfer führt. Man wird in Schwarzenberg auf informative Tafeln stoßen.

Ausgangsort unserer Rundwanderung ist das Schwimmbad Schwarzenberg. Die ersten 7,7km gegen den Uhrzeigersinn wird es aufwärts gehen, von rund 730m auf 1.370m. Dabei werden wir von herrlicher Landschaft begleitet. Zuerst treffen wir kurz auf die Bödelestraße, die Schwarzenberg mit dem westlich befindlichen Dornbirn verbindet.

Wir streifen Oberkaltberg, treffen auf ein Skigebiet. Heuberg, Heg, Gemeind sind die nächsten Sträßchen mit lockerer Bebauung. Es geht zum Haldenstüble (1.016m) am Haldenlift (Winterbetrieb), mit offenem Gelände, Waldrand und Wäldchen. Hier wandert man poetisch mit Mörike.

Unterm Lift schlängeln wir uns weiter aufwärts. Per Spechtweg geht’s zur Hochälpelealpe (1.250m), wo man Wasser auffüllen kann. Die hübsche steinerne Kapelle Hl. Benedikt mit Zwiebeltürmchen wurde vom Ehepaar Hämmerle aus Dornbirn gestiftet und 1922 errichtet.

Über den Steinrieslerbach wandern wir von Bäumen beschattet zur Lustenauer Hütte in der gleichen Höhenlage. Die Hütte wurde 1927 auf dem Klausberg aufgestellt, nachdem sie zuvor von einem Schreiner in Lustenau, einmal auf- und wieder abgebaut wurde, um sie heraufzuschaffen. Die erste Isolierung bestand aus Moos. Die Lustenauer Hütte lädt zur Einkehr und zu Panoramaaussichten.

Wir wandern durch die bergige Vegetation zur Bregenzer Hütte der Naturfreunde in Vorarlberg, die als Wanderstützpunkt in den 1950er Jahren entstand, als es noch hieß: „Stock und Hut, steht ihm gut“, und noch keine Rede von MTBs war. Mit deren Aufkommen kann man rechnen, da ein ausgebauter Forstweg nah an die Hütte vorbeiführt.

Weiter geht’s über die geschlossene Alpe Weißenfluh, wo wir am höchsten Punkt der Wanderung Aussichten unterm Kreuz genießen. Über den Hottersattel und durch abwechslungsvolle Landschaft kreuzen wir den Rotenbach auf dem Weg zur Rohralpe. Streckenmäßig hätten wir Bergfest, sehen uns von Weiden umgeben.

Alsbald sind wir in Schnell-Vorsäß und ab da wandern wir deutlicher bergab. Waldrand und Wiesen prägen den Weg nach Reuthe an der Bregenzer Ach. Rund 15km sind hinter uns. Ein Stück wandern wir mit der Bregenzerwaldstraße (L200) zur einen und der Bregenzerwaldbahn zur anderen Seite. Das Wasser fließt rechts von uns – für etwa 4km, die wir durchs Tal schreiten. Nach knapp 2km sind wir zurück, erschöpft aber glücklich.

Bildnachweis: Von Reinhard Müller [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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