Aufstieg zum Hochälpele (Bödele) auf dem Eduard-Mörike-Weg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑779m  ↓779m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zeitgenossen nannten Eduard Mörike (1804-1875) den bedeutendsten deutscher Lyriker nach Goethe. Von ihm stammen bekannte Zeilen wie "Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte; süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land".

Mörike lebte und arbeitete in Süddeutschland. 1857 fuhr er ins benachbarte Österreich in den Urlaub, herbergte im Hirschen in Schwarzenberg und bestieg von dort aus natürlich auch den Hausberg, den Hochälpelekopf (1.463m). Das machen wir ihm heute nach und dafür nutzen wir den Eduard-Mörike-Weg, der 2004 angelegt wurde.

Startpunkt ist der Gasthof Hirschen, der seit 1755 offen hat und heute eine erstaunlich moderne Küche und schicke Gastzimmer anbietet. Wir gehen Richtung Schwimmbad, treffen zwei Mal auf die Bödelestraße und erreichen dann das Haldenstüble. Jetzt lassen wir die deutlichen Spuren der Zivilsation hinter uns und sind richtig in der Natur unterwegs. Es geht bergan und wir genießen die schönen Blicke am Bödele und in den Bregenzerwald.

Dann erreichen wir kurz vor dem Ziel die Hochälpelealpe. Hier steht die Benediktkapelle, die 1921–22 errichtet wurde. Der Barockaltar stammt aus Friaul. Das Gemälde stammt aus der Zeit um 1700. Bis in die 1980er Jahre wurde die Alpe als Kindereholungsheim genutzt und da war die Kapelle regelmäßig in Benutzung.

Die letzten Meter führen uns schließlich hinauf zum Gipfelkreuz auf dem Hochälpelekopf und zur Hochälpelehütte des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Anlässlich ihrer Eröffnung 1875 wurde bereits die Aussicht von der Hütte gelobt, die jene des Pfänders bei Bregenz weit übertreffe.

Der Hochälpelekopf ist ein langgezogener Bergrücken. Am südlichen Ende bildet der Gschwendtner Sattel den Übergang zu Gräsakopf und Weißenfluh, mit denen der Hochälpelekopf die Hochälpele-Weißenfluh-Gruppe bildet, während im Norden am Losenpass der Geißkopf und damit die Lorenaberge anschließen.

Der Höchälpelekopf ist der höchste Punkt des sogenannten Bödeles. Das Bödele ist ein Naherholungsgebiet am Losenpass zwischen Dornbirn im Vorarlberger Rheintal und Schwarzenberg im Bregenzerwald.

Bildnachweis: Von Reinhard Müller [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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