Hiwweltour Stadecker Warte bei Nieder-Olm


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Wegweiser
Länge: 9.73km
Gehzeit: 02:30h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Stadecken-Elsheim liegt rund 15km südwestlich von Mainz inmitten des von Weinbau dominierten Wandergebiets Rheinhessen. Hier wurde die Hiwweltour zur Stadecker Warte angelegt und durchgängig markiert.

Wir eröffnen die Hiwweltour im Schildweg und spazieren von hier im Uhrzeigersinn los. Es geht kurz zur Landstraße L 413 und dann nach rechts hinein in die Natur. Man passiert den Alten Friedhof der Wüstung Hedesheim. Hedesheim wurde im 14. Jahrhundert planmäßig verlassen, um näher bei der neu erbauten Burg Stadeck zu siedeln. Die Häuser wurden später abgebrochen. Nur der Friedhof von Hedesheim wurde noch bis 1804 weiterbenutzt.

Die Hiwweltour leitet durch Felder und ein kleines Waldstück zum Rastplatz Auf dem Ermel. Vom Ermel hat man einen wunderschönen Ausblick ins Selztal. Der Wanderweg führt am Waldrand entlang, durch Getreidefelder hindurch, bis man schließlich inmitten der Weinberge steht und die vielen schönen Aussichten auf die umliegenden Ortschaften genießt.

Sowohl das Wingertshaus Schindegaul als auch wenige Meter später der lange Tisch des Weins laden zur gemütlichen Rast ein. Direkt hinter dem Tisch des Weins liegt das erste Terroir-Bodenprofil dieser Hiwweltour. Das Kalksandsteinprofil und die dazugehörige Infotafel geben Aufschluss über die Geologie der Region und ihre Auswirkung auf den Weinanbau.

Jetzt wandern wir weiter Richtung Stadecker Warte. Die Stadecker Warte wurde 1930 gebaut, um Schädlingsbekämpfungsbrühe anzurühren. Später wurde die Stadecker Warte aufgestockt und diente als Beobachtungsposten, von dem durch eine Schussanlage Detonationen ausgelöst wurden, um die in die Weinberge eingefallenen Starenschwärme zu vertreiben.

Das zweite Terroir-Bodenprofil der Hiwweltour zeigt den Tonmergelboden des Stadecker Spitzbergs und gibt erneut einen informativen geologischen Einblick. Ein letzter Anstieg führt uns Hiwweltourwanderer zu einem großen Pavillon mitten im Weinberg. Ein schöner Panoramablick übers Selztal brennt sich tief in unsere Erinnerung.

Jetzt kommt man ins renaturierte Saubachtal und folgt dem Bächlein hinein nach Stadecken-Elsheim. Durch die Sandstraße kommt man zurück zum Startpunkt der Hiwweltour.

Bildnachweis: Von Muck [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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