Hexenhäusl und Wildpark Forstenried (Forstenrieder Park)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑178m  ↓178m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Südwestlich von München erstreckt sich der Forstenrieder Park mit einer beachtlichen Größe von rund 37 Quadratkilometern. Er besteht überwiegend aus einem Laubmischwald mit Eichen und Buchen beispielsweise, beherbergt heimische Wildtiere, auf die zu Zeiten der Parforcejagd mit System geschossen wurde. Im Forstenrieder Parkt trifft man heute eher spazierende Familien, sportelnde Menschen mit und ohne Räder sowie Wanderer mit und ohne Fernglas.

Wir erkunden den nördlichen Teil des Forstenrieder Parks, der stets kostenlos zugänglich ist. Herzog Ludwig von Bayern-Ingolstadt erwarb 1399 den „Payrbrunner Forst“ und damit das Herzstück der Jagd für das Haus Wittelsbach. König Ludwig III., zur Flucht gezwungen, der auf selbiger noch einen Hirsch schoss, beendete das jagdliche Treiben 1918 sozusagen.

Start ist der Parkplatz beim Kasten: Gaststätte und Forsthaus Kasten nebst Bier- und Kräutergarten, Park- und Spielplätzen, Wiesen mit Heidschnucken oder Eselchen sowie Kinderparadies. Das Forsthaus Kasten ist in Besitz der Heiliggeistspital-Stiftung München und wer dort einkehrt, unterstützt mit 10% seines „Deckels“ die Stiftung.

Heller- und Ludwig-Geräumt sind unsere ersten Wege in Richtung Südosten. Wir kommen am Hexenhäusl, einer früheren Arbeiterunterkunft vorbei, selbstverständlich haben hier auch mal Geister gewohnt.

Die A95 lassen wir hinter uns rauschen und kommen zu einer Wildbeobachtungshütte nebst kleinem Teich und einem Infopunkt mit Diensthütte. Die Wildbeobachtungsstellen, in der Nähe ist noch eine, liegen im Wildpark Forstenried, ein Areal, das Dam- und Rotwild Schutz bietet und wo man zu Schaufütterungszeiten im Winter die Tiere ein Stück mehr aus der Nähe betrachten kann. Wildschweine sieht man häufiger.

Die Diensthütte Gelbes Haus stammt aus dem Jahr 1842, im Inneren sind Wandgemälde von Friedrich Anton Wyttenbach. Forstmeister Goebel pflanzte in Gedenken an seine zwei Söhne, die im 1. Weltkrieg gefallen waren, zwei Eichen. Auch ein Brunnen ist hier zu finden.

Wir wandern alsbald den schnurgeraden Spitzelbergweg. Im Forstenrieder Park wurde zeitweilig stellenweise Kies abgebaut. Am Warnbergerweg liegen zwei Amphibienteiche, wir streifen die Gottesdienstwiese am Kreuzbichl, wo die Pfarrei Heilig Kreuz einmal im Jahr eine Waldmesse zelebriert. Weitere Wege: Theresien-Geräumt, Link-Geräumt, Autobahn überwinden, ein Abschnitt mit Trimm-dich-Pfad und … Abwechslung bis zum Schluss.

Bildnachweis: Von Gras-Ober [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons