Hesselbergtour (Fränkisches Seenland)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑289m  ↓289m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Fränkischen Seenland wandern wir von Wassertrüdingen (Landkreis Ansbach) zum Hesselberg. Der Hesselberg mit Fernsehturm und einem einstigen Steinbruch (Geotop) ist mit knapp 690m die höchste Erhebung Mittelfrankens und liefert als Zeugenberg einen aufschlussreichen erdgeschichtlichen Einblick in das Jura. Bei guter Sicht kann man bis in die Alpen schauen, die gut 150km entfernt sind.

Die Wanderung, mit Start und Ziel am Marktplatz in Wassertrüdingen, folgt jetzt der Markierung „Blaustrich“. Südlich fließt die Wörnitz und liegt der Wörnitzpark. In Wassertrüdingen sehen wir das dreigeschossig im Rundbogenstil aus Sandsteinquadern gebaute Rathaus (um 1850) nahe der Kirche Dreieinigkeit. Die evangelisch-lutherische Kirche stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und hat einen sehr schönen spätgotischen Flügelaltar mit der Anbetung Jesu und Weihnachtszenen aus der Zeit um 1500 als Kunstschatz.

Markt- und Poststraße bringen uns auf den Weinbergweg. Noch in der Marktstraße ist das Fluvius-Museum, dass sich mit Fluss und Teich befasst. Zwischen einem Teich und dem Friedhof mit der Kapelle St. Johannis (1588) mit kleinem Glockendachreiter, biegen wir nach links in die Lentersheimer Straße, kommen an Sportplätzen vorbei ins Grüne. 

Es geht aufwärts durch Wiesen-, Feld- und Wäldchenmosaik, über den Schlössleinsbuck (562m). Die Herren von Lentersheim hatte hier bis zum 13. Jahrhundert eine Burg. Man kann sie lediglich anhand er Gräben erahnen. Wenn sich der Wald lichtet ergibt sich ein Blick gen Süden bei einer Rastbank. Nahebei ist der Schafbrunnen mit eisenhaltigem Wasser, denn unter uns ist eine Eisensandsteinschicht.

Über Waldwege gelangen wir auf die Osterwiese (673m), dem wohl bekanntesten Teil des Hesselbergs. Das Hochplateau war um 1.200 v. Chr. von einem Wall umgeben. Infotafeln verraten mehr zur Geologie, Pflanzenwelt und Geschichte des sagenumwobenen Hesselberges. Heroben verläuft der Hesselbergpfad mit unserem „Blaustrich“. Preußenkönig Friedrich Willhelm III. war auch schon da, sagt ein Gedenkstein. Wir genießen einen herrlichen Rundumblick. Dafür steht auch ein Fernrohr zur Verfügung, durch das die Zugspitze näher rückt. 

Der Hesselberg, mit Kiosk am Gipfel, ist mit Schautafeln bestückt, die über die Gemeinden um den Hesselberg informieren. Auch ein geologischer Lehrpfad fehlt nicht. Desweiteren sind hier Hesselberghaus, Rast- und Parkmöglichkeiten mit Aussichten, der Sender Hesselberg. Vom Westgipfel mit Bank und Schutzhütte kann man gen Westen bis zu den Kaiserbergen schauen.

Wir sind jetzt ohne Blaustrich auf dem Hesselbergpfad zum Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg unterwegs. Es bietet Erwachsenenbildung, Tagungen und Platz für Urlaub sowie ein Café mit regionalen Produkten. Wir umrunden das Bildungszentrum und wandern dabei nun gen Osten.

Es geht abwärts nach Röckingen, auch mit Linden, durch Feldflure (Weiße 10 auf Grün). In Röckingen steht die evangelische Kirche St. Laurentius mit Bauteilen aus dem 11. Jahrhundert. In der Oberen Dorfstraße fällt ein Bau mit Treppengiebeln auf. Das ehemalige Schloss (teils vermietet) geht im Kern auf eine mittelalterliche Turmhügelburg zurück.

Durch Felder und Opfenried gelangen wir nach Wassertrüdingen. Dort sehen wir links das Altenpflegeheim im Schloss Wassertrüdingen. Das Markgrafenschloss war einst eine Wasserburg (13. Jahrhundert). Vom Marktplatz ist es nicht weit zum Wörnitzpark.

Bildnachweis: Von Derzno [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

Vgwort