Hermannshöhen Etappe 5 Borgholzhausen - Bielefeld


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 26 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 26 Min.
Höhenmeter ca. ↑599m  ↓603m
Hermannshöhen Hermannsweg Bielefeld

Wir beginnen die Tageswanderung auf den Hermannshöhen in Borgholzausen, dem Herzen des Teutoburger Walds. Es geht auf der Ravensberger Straße südwärts zur Burg Ravensberg. Burg Ravensberg ist eine in Teilen erhaltene Höhenburganlage und Namensgeber der Grafschaft Ravensberg. Burg Ravensberg wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Friedrich Wilhelm I. von Preußen ließ 1733 alle Gebäude abreißen, um aus den Steinen neue Häuser bauen zu lassen. Nur der Bergfried blieb bis heute stehen.

Der Hermannsweg leitet ins Hesseltal und führt dann durchs Naturschutzgebiet Ravensberg-Barenberg hinauf zur Großen Egge (312m) mit dem weithin sichtbaren Sendeturm. Kurz vor Überquerung der Theenhauser Straße haben Sie einen Blick auf das Gerry Weber Stadion, in dem seit 1993 jährlich im Juni Deutschlands einziges Rasentennisturnier stattfindet.

Wer neben dem reichhaltigen Waldangebot auf dieser Hermannsweg-Etappe Lust auf eine Stadtbesichtigung hat, sollte nahe dem Aussichtspunkt Kaffeemühle dem Zugangsweg Halle für einen Abstecher folgen und dabei durch eine Allee schlendernd an einer Fabrikantenvilla vorbei kommen und im Ortskern mit dem Haller Wilhelm Denkmal das Fachwerk der südlichen Kirchringbebauung einen Augenblick schenken. Halle hat eine sehenswerte historische Altstadt zu bieten, das Wasserschloss Tatenhausen und die hübsche Waldkapelle Stockkämpen.

Im Anschluss geht es weiter zum Zielpunkt der Etappe nach Bielefeld. Oberhalb von Halle kommt man im Naturschutzgebiet Knüll-Storkenberg am Hagedorn Denkmal vorbei und kurze Zeit später am Gedenkstein für Walther von der Vogelweide, bekannter deutscher Lyriker des Mittelalters und Minnesänger und bisweilen spitzzüngig: „Das Volk ist dumm, das macht der Kohl, er bläht nur unterm Schurze; den Kopf hingegen läßt er hohl. So herrscht im Reich, Ich sag: ‚Zum Wohl‘!- politisches Gefurze.“

Über den Grünen Weg (K 49) geht es auf dem Hermannsweg weiter durch den Teutoburger Wald. Der Hermannsweg führt in sanften Wellen über Anhöhen mit Namen Gottesberg (263m), Petersberg (266m) mit der Wacholderheide, den Karl-Castens-Stein, Bußberg (306m), Palsterkamper Berg (295m), Mielberg (259m), Sennberg (282m) und hinauf zur Hünenburg (313m). Hier besteht die Möglichkeit, auf dem alten Fernmeldeturm hinaufzusteigen und den Panoramablick über den Teuto von der 40m hohen Aussichtsplattform zu genießen.

Kurz vor Bielefeld erreicht der Hermannsweg den Heimattierpark Olderdissen. Der ganzjährig frei zugängliche Park mit einer Fläche von 15ha zeigt Hochlandrinder, Ponys, Braunbären, große und kleine Nager, Geflügel sowie Schafe, Ziegen und die, die sie zum Fressen gern haben, wie beispielsweise Wölfe.

Hinter dem Tierpark streift der Hermannsweg das Bauernhausmuseum Bielefeld, das älteste Freilichtmuseum Westfalens. Gezeigt werden in dem 1917 eröffneten Museum heute das Haupthaus (1590), ein Backhaus (1764), ein Spieker (1795), eine Bokemühle (1826), eine Bockwindmühle (1686), eine Scheune (datiert 1807), ein Bienenhaus (1900) und ein Tagelöhnerhaus (1568). Außerdem gibt es einen ländlichen Hausgarten, einen Gemüsegarten sowie eine Obstwiese.

Vom Bauernhausmuseum geht es in den Panoramapark Johannisberg, eine innerstädtische Grünanlage, die 2009-14 grundlegend saniert wurde und heute zu den Sahnestücken im Stadtgebiet Bielefelds zählt. Der Hermannsweg verlässt den Panoramapark Johannisberg am Winzerschen Garten und passiert Ostwestfalendamm und die Bahntrasse, um über den Alert-Delius-Weg zur Kunsthalle Bielefeld zu kommen.

Die von der Familie Oetker gestiftete Kunsthalle Bielefeld wurde 1968 nach Plänen von Philip Johnson erbaut und zeigt Kunstwerke des 20. Jahrhunderts. Dazu gehören Gemälde von Pablo Picasso, Max Beckmann und Oskar Schlemmer. In dem der Kunsthalle umliegenden Park sind u.a. Skulpturen von Auguste Rodin, Henry Moore, Richard Serra, Ólafur Elíasson und anderen modernen Bildhauern zu besichtigen. Vor dem Eingang des Gebäudes sind permanent ein Bronzeguss von Rodins „Denker“ sowie, seit 1989, Serras Vertikalskulptur „Axis“ installiert.

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Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1 by Grunswiki; 2 by Hagar66; 3 by Hopfenpflücker; 4 by Zefram; 5,8,9 by Bielibob; 6 by G8w; 7 by Corradox; 10 by Ub12vow [CC-BY-SA-3.0]

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