Heimatpfad Hochschwarzwald von Hinterzarten durch die Ravennaschlucht


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑292m  ↓292m
Heimatpfad Hochschwarzwald an der Ravennaschlucht im Hochschwarzwald

Der Heimatpfad Hochschwarzwald ist eine spannende Rundwanderung, die vom Höhenluftkurort Hinterzarten zur Ravennaschlucht und an Hochschwarzwälder Kulturdenkmälern vorbei führt wie einer Klopfsäge im Rotbachtal oder der Glasbläserei am Hofgut Sternen.

Um den Erhalt dieser Kulturgüter kümmert sich der Verein Heimatpfad Hochschwarzwald. Der Heimatpfad ist damit so eine Art jederzeit frei zugängiges Open-Air-Museum. Eine tolle Initiative! Neben der Attraktion für Besucher, leistet der Heimatpfad Hochschwarzwald auch wichtige dokumentarische Funktionen in der Darstellung alter Handwerks- und Maschinentechniken sowie in der Weitervermittlung historischer Handwerkskunst.

An der Alpersbacher Straße in Hinterzarten geht’s los in Richtung Löffeltal, ein Mühlradsymbol weist den Weg. Links von Löffeltalweg fließt der Rotbach, rechts verläuft das Gleis. Zwischen Löffelmühle und Lochschmiede überqueren wir den Rotbach.

Nach etwas über 1km sind wir bei der Kingenhofsäge. Die funktionsfähige Klopfsäge ist eine Gattersäge, durch Wasserkraft angetrieben. Dieses Prinzip wurde im frühen 14. Jahrhundert schon im Schwarzwald urkundlich erwähnt. Man sägte in Längsrichtung Baumstämme auf. Ihre Weiterentwicklung ist die Hochgangsäge aus dem 18. Jahrhundert. An der kommen wir als nächstes vorbei.

Wir folgen dem Löffeltalweg bis zur Bundesstraße B 31, die wir unterqueren und gehen in die Straße Höllsteig. Rund 2,1km liegen hinter uns. Die nächste Kultursehenswürdigkeit liegt kurz vor uns mit dem Hofgut Sternen (Best Western Hotel). Da hat zuvor bereits Goethe genächtigt. Wir können uns die Glasbläserei ansehen, eine Seilerei und das Alte Zollhaus.

Im Hotel gibt es den Schlüssel zur St. Oswald Kapelle. Die kleine Kapelle im Höllental wurde 1148 geweiht und gilt als die Keimzelle der Besiedelung in dieser Landschaft. Man sieht Fischgrätmauerwerk aus der Zeit der Romanik, eine kreuzgratgewölbte Sakristei und ein Beinhaus aus dem frühen 13. Jahrhundert.

Wenn wir die Liegenschaft nach einer möglichen Rast hinter uns lassen, können wir einen Abstecher nach rechts zum Aussichtpunkt Galgenbühl machen, da wurden früher Leute aufgeknüpft.

Jetzt kommen wir zu einem weiteren Highlight der Runde, zur Ravennabrücke. Der imposante 37m hohe Steinbogenbau führt die Höllentalbahn und wir gehen unten durch. Der Vorgängerbau von 1885 taugte nicht mehr für die neueren Belastungen, so dass diese Steinbogenbrücke ab 1926 entstand. Neun Bögen spannen sich über die Ravennaschlucht.

Wir gehen anschließend aufwärts durch die Ravennaschlucht und folgen der Ravenna flussaufwärts. Dabei kommen wir an einem kleinen See vorbei und einem kleinen Wasserfall. Nach insgesamt etwa 3,7km sind wir bei der Großjockenmühle, einer Mahlmühle aus dem Jahr 1883. Das Wasser für die Arbeit kam durch das Dach.

Entlang des Wegs passieren wir die Ravenna mehrfach und kommen zum Haus Ketterer in Ravennasäge. Die Straße Ravennaschlucht führt uns nach Birklehof und von dort aus geht es nach Hinterzarten. Östlich unseres Start/Ziel-Punktes erstreckt sich mit dem Hinterzartener Hochmoor auf rund 70ha das größte Moorareal im Schwarzwald, das wir uns, einmal vor Ort, nicht entgehen lassen sollten.

Bildnachweis: Von Laserlicht [GFDL], via Wikimedia Commons

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