Haunstetter-Wald-Rundtour ab Ilsesee (mit Königsbrunner Heide)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑150m  ↓150m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Haunstetter Wald ist ein Teil des Augsburger Stadtwalds, der gesamt rund 21,5 Quadratkilometer einnimmt und damit das größte außeralpine Naturschutzgebiet Schwabens ist. Der Haunstetter Wald liegt südlich von Augsburg, zwischen Siebentischwald und Lechauwald. Wir werden eine schöne Mischung aus Wald und Wasser erleben, mit Seen, einem Biotop, etlichen kleineren Bächen sowie dem Lech.

Start ist der Parkplatz Ilsesee zwischen Königsbrunn südlich und dem Gewerbegebiet Königsbrunn Nord. Ein Nachbar des Parkplatzes ist ein BMX-Gelände. Wir wandern mit der Uhr und zum Ilsesee (12ha Wasserfläche, max. 15m tief), der sich als Bade- und Tauchsee Beliebtheit erfreut. Dann kommen wir am Lautersee (7ha Fläche) vorbei, wo Baden verboten ist.

Mit Wiesen und Feldern zur Rechten, nebst Wäldchen, kommen wir zum Biotop Martinisee mit seinem Feuchtgebiet. Bei unserem Rundgang im Haunstetter Wald treffen wir auf einige Bachläufe, teils auch zweimal. Es sind dies: Lochbach, Mühlbach, Brunnenbach, Alter Floßgraben, Neuer Graben, beim Gießer ist das Wasserwerk Meringerau Süd, Bayerbach, mit einem Wiesenstreifen geht es dann gen Süden mit der Aue am Lech längs und wer mag, macht noch einen Abstecher zum Mandichosee mit 160ha Wasseroberfläche, vom Lech gespeist.

Das ist die Lechstaustufe 23-Merching, auch Merchinger Stausee genannt. Seit 2003 heißt er Mandichosee, nach dem Bajuwarenführer Mandicho, der im 6. Jahrhundert Merching gegründet haben soll. Der Mandichosee wird freizeitlich genutzt: Baden, Paddel, Surfen, Segeln, Wandern und sich ausstrecken.

Wir nehmen den Wasserhausweg und treffen auf Heidelandschaft als weitere Abwechslung. Königsbrunner Heide und Hasenheide heißen die beiden Areale, die mit dem Stadtwald unter Naturschutz stehen. Die Königsbrunner Heide ist eine Schotterheide auf dem einstigen Grund des Lechs mit einem der größten Vorkommen der Sumpf-Siegwurz. Die Pflege der Heide übernehmen Schafe und Przewalski-Pferde. Seltene Falter, Enziane und Orchideen finden sich hier, wo sich Zauneidechsen sonnen, bevor sie von Schlingnattern verschlungen werden.

Die Hasenheide ist durch eine Glatthaferwiese gekennzeichnet. Zwischen beiden Heiden findet der Pilzkundige zur entsprechenden Jahreszeit Arten, die auf der Roten Liste stehen. Ohne zu experimentieren, gelangen wir gesund und munter zum Auto zurück.

Bildnachweis: Von Leopictures [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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