Halberg (Lohmar)

Östlich von Lohmar, oberhalb der Mündung des 8km langen Jabach in die Agger, liegt Halberg. Der kleine Ort war bis 1969 Zentrum einer eigenen Gemeinde zu der viel größere Orte wie etwas das benachbarte Donrath gehörten. Halberg bestand seinerzeit nur aus drei größeren Landgütern, den Halberger Höfen.

Der älteste der Halberger Höfe ist der Pastoratshof, der bereits 1131 urkundlich erwähnt wurde. Der Goswinshof tauchte erstmals 1549 in den Geschichtsbüchern auf und gehörte vorübergehend den Grafen von Nesselrode. Etwas jünger ist der Thelenhof, 1565 erstmals urkundlich erwähnt. Man nannte ihn auch Schultheißenhof, weil hier einige Zeit lang die Schultheißen von Lohmar wohnten. Im 19. Jahrhundert wurde er an die Grafen von Nesselrode verkauft. Alle drei Halberger Höfe sind heute in Privatbesitz.

Kein Ort ohne Kirche, deshalb gab es natürlich auch an den Halberger Höfen das Bestreben, ein kleines Gotteshaus zu haben. Und so errichtete man 1732 die kleine St. Isidor Kapelle. Die Kapelle ist ein denkmalgeschützter kleiner Bruchsteinbau aus heimischer Grauwacke, die aus dem Gemeindesteinbruch im Jabachtal stammt. Sie ist auf beiden Langseiten mit je zwei Rundbogenfenstern versehen, hat als einzigen Zugang eine rundbogige West-Tür und auf dem Chorende einen barocken Dachreiter. Die Kapelle von Halberg liegt direkt an der alten Zeithstraße, einem mittelalterlichen Handelsweg.

Etwas größer ist das markanteste Gebäude im Nachbarort Donrath, die katholische Kirche St. Mariä Heimsuchung. Das Kirchgebäude im neuzeitlichen Stil entstand 1952-54 und steht heute unter Denkmalschutz. Schmuckstück der Kirche ist das große runde Chorfenster in bemalter Bleiverglasung, das Marias Himmelfahrt sowie die Zwölf Apostel darstellt.