Hörnlebergtour bei Winden im Elztal (Schwarzwälder Hüttenwinkel)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 29 Min.
Höhenmeter ca. ↑719m  ↓719m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Touristisch vermarkten sich die Gemeinden im Elztal und im Simonswäldertal im Schwarzwald als Zweitälerland bzw. als Schwarzwälder Hüttenwinkel. Hier gibt es einige schöne Halbtagesrundwanderungen. Eine davon ist die Hörnlebergtour bei Winden im Elztal.

Der Hörnleberg kommt auf 905m und obenauf lockt als ein besonderer Ort die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau vom Hörnleberg – hier, im Schnittpunkt von Elz- und Simonswäldertal hatten bereits die Kelten einen Sonnentempel.

Vom Bahnhof Oberwinden geht es im Uhrzeigersinn stetig bergauf zum Hörnleberg, dabei werden fast 700m Höhenmeter bewältigt. 1.020m werden es am Tafelbühl sein, dessen Gipfel mit 1.083m angegeben ist und den wir nach ungefähr 6,5km erreicht haben. Dann werden wir auf den Hörnlegrad gehen und nach insgesamt etwa 9,7km können wir uns auf den Abstieg freuen.

Wir folgen zunächst der Erzenbachstraße sowie dem Erzenbach aus Oberwinden hinaus und kommen an einem Fischweiher vorbei. Dort gegenüber geht es links in die Naturlandschaft. Über den Röspenweg kommen wir am Glaserbrunnen vorbei und biegen dort in den Allgeierweg. Rechts abbiegend machen wir eine spitze Kehre und gehen weiter durch den Wald zum Tafelbühl. Bisweilen fällt der Blick in westliche Richtung über die Rheinebene bis zu den Vogesen. Am Weg treffen wir auch hier und da auf Stationskreuze.

Nun sind wir auf den Hörnlegrad unterwegs und können manchmal die weiße Kapelle sehen. Ihre Ursprünge liegen vermutlich im 8./9. Jahrhundert. Erstmalig urkundlich genannt wurde sie 1469. Der Legende nach habe ein Mann aus dem Elsass gelobt, sobald er wieder sehen könne, wolle er dort zu Ehren der Muttergottes eine Kapelle errichten, was er als erstes sähe. Das war dann wohl der Hörnleberg. Noch heute finden hierher regelmäßige Wallfahrten statt, bevorzugt an Samstagen.

Am Hörnleberg sind für die Versorgung der Gäste ein Kiosk und eine Pilgergaststätte zu finden. Wer sich hier ortsüblich stärken will, entscheidet sich für eine heiße Wurst und als Nachtisch für die Linzerschnitte.

In gemächlichen Schleifen führt die Wanderung uns dann durch den Wald hinunter. Offene Landschaft mit Wiesen begrüßt uns, sobald wir Oberwinden näher kommen durch das wir über die Straße „Am Rüttersberg“ kommen. Dann geht es über die Vordere Allmend, wir passieren die Gleise und kommen über die Allmendstraße zum Bahnhof und zu den Schulen von Oberwinden zurück.

Bildnachweis: Von Stefan Karl [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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