Höllensteinsee-Rundwanderung ab Viechtach mit Abstecher zum Großen Pfahl


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑421m  ↓421m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Viechtach ist ein staatlich anerkannter Luftkurort im Bayerischen Wald und schmiegt sich malerisch in die Landschaft mit einer Talschleife des Schwarzen Regens. Das Klima dort ist besonders im Frühjahr und Herbst recht mild.

Ein sportliches Angebot, neben Wandern, ist in Viechtach das Freibad am Großen Pfahl, das als eines der schönsten in der Region gilt. Der Große Pfahl ist ein Naturschutzgebiet, mit Felsriffen und Quarzbrüchen, 300 Jahre alten Pfahlkiefern, Steinbruchgeschichte. Es gibt viel zu entdecken.

Am Bahnhofsvorplatz steigen wir in unsere Rundwanderung ein, die uns die ersten gut 10km mit mal mehr, mal weniger Abstand mit dem Schwarzen Regen führen wird, in dessen Fließrichtung, auf dem Weg nach Pulling, wo sich Schwarzer und Weißer Regen zur Regen vereinigen werden. Wir gehen den Bogen mit, den der Schwarze Regen um Viechtach schlägt, und sich zwischen Rugenhof und Rugenmühle entzweit, um ein Inselchen zu bilden.

Auch wir entzweien uns für einen Moment vom Fluss, um über Tresdorf zu wandern. Wir passieren den Riedbach und den Rand vom Örtchen Tresdorf in der Gemeinde Prackenbach. Abwechslungsreiche Landschaftsbilder begleiten unseren weiteren Weg, lockere Bebauung ist auch dabei, aufwärts. Wir kommen über den Prackenbach, durch Steinmühle und Steinhof. Abwechslungsreich geht es weiter hinauf nach Ruhmannsdorf und Dumpf. Hier sehen wir Baudenkmäler aus dem 18./19. Jahrhundert sowie eine Totenbrettgruppe.

Östlich von uns ist der Höllensteinsee. Er wurde in den 1920ern als Stausee für das Höllenstein-Kraftwerk angelegt und staut den Schwarzen Regen auf einer Länge von 5,6km auf. Wir gehen zum Höllensteinsee hinab, an dem man Bootfahren oder mit Schein Angeln darf. Wir folgen dem mäandernden Bach und wenn wir rund 10km gesamt gegangen sind, trenne sich die Wege. 

Mischwald, offene Landschaft und Ansiedlungen sind am Weg, teils an ein Sträßchen gereiht: Ahrain, Auriden, Schutzhütte Krailing, Anger und Meidengrub, über den Prackenbach gehen wir Richtung Fichtental und durch Geigenmühle. Es geht in südliche Richtung und bergauf, an Engelsdorf vorbei bis zum höchsten Punkt auf 565m, den wir nach 16,5km erreichen.

In der Höhenlage sind wir im sehenswerten Naturschutzgebiet Großer Pfahl und Pfahlriegel St. Antoniuspfahl mit Rundwanderwegen, dem Pfahlsteig, dem Quarzriff, einem Steinbruch, der von der Natur zurückerobert wird, Quarzmineralien, historischen Gebäuden des Steinbruchs – an einer „Klopfstation“ darf man selbst Hand anlegen, ansonsten lässt man Mineralienfunde wo sie sind. Wir genießen Aussichten und erleben in dem Naturschutzgebiet eine Art Zeitreise mit Naturbeobachtungen.

Über die Schmidtstraße kehren wir nach Viechtach zurück. Die St. Augustinus Kirche ist von Stadtplatz und Mönchshofstraße umgeben, an beiden säumen sich einige Baudenkmäler aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Bildnachweis: Von Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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