Großer Arbersee: Rundwanderung ab Aktivzentrum Bodenmais


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑584m  ↓584m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Marktgemeinde Bodenmais liegt im Bayerischen Wald. Nordöstlich erhebt sich der König des Bayernwalds, der Große Arber (1.456m). Unsere Halbtageswanderung zum Großen Arbersee in einem Naturschutzgebiet startet östlich von Bodenmais am dortigen Langlaufzentrum Bretterschachten an der Arberseestraße.

Das Aktivzentrum Bodenmais am Bretterschachten gilt als eines der schneesichersten Langlaufgebiete in Mitteleuropa. Wo man mit Ski langlaufen kann, lässt es sich auch herrlich wandern! Wir starten auf rund 1.124m und wandern durch Bergmischwald. Den höchsten Punkt der Runde haben wir bereits nach rund 1,1km bei 1.148m erreicht. Es geht weiter gen Norden und wir verlieren Höhenmeter. Wenn wir etwa 3km die schattige Waldluft genossen haben, eröffnet sich der Blick auf den Großen Arbersee, der vom Geigenbach durchflossen wird.

Der Große Arbersee kommt auf 7,7ha Fläche, ist ein Karsee aus der letzten Eiszeit und wurde zwecks Holztrift einst angehoben. Dabei löste sich Untergrund der nun westlich leicht angedockt Verlandungsmoos aufweist. Die an sich schwimmenden Inseln sind ein Eldorado für die geschützte Flora und Fauna, die sich hier niederlässt – das Betreten ist natürlich verboten und wäre auch viel zu gefährlich. Ist auch nicht nötig, denn um den Arbersee führt ein schöner Rundweg, der einige tolle Ausblicke über den See und die umgebende Landschaft bietet.

Westlich des Großen Arbersees, dessen Wasser eher sauer ist, erhebt sich bis zu 400m hoch die Arberseewand und liefert weitere Abwechslung im Naturschauspiel. Wen es doch aufs Wasser zieht, kann sich am Steg ein Boot leihen. Stärken kann man sich im Arberseehaus, das 2016-18 nach den alten Bauplänen wieder errichtet wurde.

Die Seeumrundung beschäftigt uns für etwa 1,5km. Wir folgen dann via Goldsteig dem Geigenbach talwärts und erreichen bei Seebachschleife und Regenhütte eine Tallage von durchschnittlich rund 650m. Der Geigenbach fließt in den Großen Regen, den wir bis Regenhütte mit etwas Abstand begleiten. Regenhütte streifen wir lediglich und queren die Kleine Deffernik. Es geht wieder aufwärts und zwar nach Schachtenbach hoch. Südlich erhebt sich die Rote Höhe mit 1.050m. Wir schließen die Runde mit weiterem Bergauf und zwar am Hahnenriegel (1.108m) vorbei und zum Langlaufzentrum zurück.

Bildnachweis: Von Jordan Jungk [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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