Große Rundwanderung auf dem Dach Belgiens im Hohen Venn


Erstellt von: garmini
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 34 Min.
Höchster Punkt: 682 m
Tiefster Punkt: 560 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wasser ist das prägende Element der wilden Hochmoorlandschaft im östlichen Belgien, nicht weit entfernt von Aachen und der Rur-Eifel. Neben geschützten Sperrzonen, die nicht besucht werden dürfen, gibt es auch einige Bereiche des Naturschutzgebietes, die auf markierten Wegen betreten werden können.

Die hier vorgestellte große Rundwanderung orientiert sich an der offiziellen Tour „Das Dach Belgiens“, macht aber noch einen zusätzlichen Schlenker durch das Poleurvenn mit seinen neuen langen Bohlenstegen.

Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz am Gasthaus Baraque Michel mit seiner kleinen Kapelle Fischbach, beides im 19. Jahrhundert mitten in der Heide- und Moorlandschaft errichtet, um verirrte Wanderer auch im Nebel mittels Glocke sicher aus dem Moor zu leiten. An Wochenenden und Feiertagen sollte man etwas früher da sein, da die Baraque Michel ein beliebtes Ausflugsziel nicht nur für Belgier ist, entsprechend schnell füllen sich die Parklücken.

Die ersten Kilometer durch das Moor führen über einen aufgeschütteten Schotterpfad, erbaut anstelle der ursprünglichen Bohlen, leider nicht ganz so romantisch, aber praktisch und trocken. Bald knickt die Markierung (grünes Rechteck) nach links ab und es geht eine Weile über kleine matschige teils mit Bohlen gesicherte Pfade durch dichten Fichtenwald bis der Poleurbach erreicht wird. Immer entlang des schwarzen Baches folgt die Route über einen tollen Bohlenweg (teilweise etwas kaputt, deshalb um so abenteuerlicher), mitten durch das Moor und vorbei an glänzenden Birkenstämmen.

Der nächste Abschnitt nutzt die breiten befestigten Fahrwege des Hohen Venns, geht dann über in einen zweiten Fichtenwaldabschnitt mit kleinen wurzeligen Pfaden bevor wieder die Weite einer Heidelandschaft erreicht wird. Hier folgt der Rundweg einer langen Brandschneise entlang eines Waldrandes, immer mit Blick auf schöne Heideflächen.

Links abknickend wird es dann wieder ordentlich matschig und man muss aufpassen, nicht im Moor zu versinken, hier ist Fussarbeit angesagt!

Wer mag, kann nach Erreichen des nächsten befestigten Weges zurück zur Baraque Michel laufen oder aber, wie wir, den tollen Schlenker durch das Poleurvenn machen.

Hierfür bitte den Wegweiser beachten, der auf einen abenteuerlichen Wurzelpfad hinweist, welcher steil und später immer an der Hangkante entlang durch einen schönen Wald mit stetem Blick auf Moorflächen und den schwarzen Poleurbach leitet. Ein toller Abschnitt!

Unten am Moor angekommen, sollte man dann auf jeden Fall den frisch renovierten Bohlenpfad begehen, der mitten durch das Moor mit seinem schwarzen modrigen Wasser leitet und so ein tolles Naturerlebnis bietet. Zurück geht es dann über befestige Schotterwege zur Kapelle Fischbach.

Diese Rundtour kann das ganze Jahr über gemacht werden, da sie die Sperrzonen nicht berührt, allerdings muss man sich auf Regen, Nebel und Kälte einstellen, das Hohe Venn ist nicht umsonst so nass (aber wunderschön)!

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