Gondershausen

Ehrbachtal im Norden, Baybachtal im Süden, Mosel im Westen und Rhein im Osten: So kann man ungefähr die Lage von Gondershausen beschreiben. Und hier scheinen sich auch schon Steinzeitmenschen wohl gefühlt zu haben.

Ein phänomenaler Fund eines Gondershauseners im Wald beschäftigt seit 2014 die archäologische Fachwelt. In einem Schieferfelsen in Hanglage im Wald wurden die ältesten Felszeichnungen Deutschlands entdeckt. Die Felsgravuren von Gondershausen zeigen zwei größere und ein kleineres Pferd sowie ein bislang nicht identifiziertes Tier. Vor 20.000 bis 25.000 Jahren wurden sie mit einem spitzen Gegenstand in den Schieferfelsen tief eingeritzt und haben bisher die Zeiten überdauert.

In Gondershausen stehen in der Rhein-Mosel-Straße gleich zwei Kirchen. Die katholische St. Antonius Abbas Kirche ist ein neuromanischer Bruchsteinsaal, der 1842-44 errichtet wurde. Die dreischiffige Stufenhalle aus Backstein der katholischen Pfarrkirche St. Servatius stammt von Jahr 1865. Der Westturm ist dagegen deutlich älter.

Südlich von Gondershausen fließt der Baybach und hier liegt auch die Schmausemühle. Die Schmausemühle war einst eine Getreidemühle, die 1926 geschlossen werden musste, weil es sich nicht mehr lohnte. Man baute die Mühle zu einem Ausflugslokal und Übernachtungsbetrieb um. Hinter der Mühle liegen mehrere Teiche mit Forellen, die ganz frisch auf den Tisch kommen und dazu kann man selbstgebackenes Brot aus dem Steinbackofen genießen. Den Namen Schmause hat die Mühle von ihrem einstigen Müller Schmaus.

Nur wenig weiter flussabwärts im Baybachtal erhebt sich die Rabenlay, eine markante Felsformation. Sie ist Namensgeber der Traumschleife Rabenlay, die hier hinauf führt. Oben angekommen kann man auf einer Sinnesbank verschnaufen und die Atmosphäre des tief eingeschnittenen Baybachtals auf sich wirken lassen.

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