Goldstadttour: Kleine Kapellenrunde


Erstellt von: Sigi2910
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 0 Min.
Höhenmeter ca. ↑239m  ↓239m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten unsere kleine Kapellenrunde, klein deshalb, weil die heutige Runde teilweise auf dem Kapellenweg führt, in Pforzheims höchstgelegenstem Stadtteil Hohenwart und dort in der Schönbornstraße, gerade am Ortsbeginn. Dort geht es auf dem Wolfsgrubenweg auch gleich in den Wald hinein. Bald verlassen wir den Wolfsgrubenweg aber wieder, wandern auf schmalen Pfad halbrechts hoch und kommen wieder am Waldrand heraus.

Nun halten wir uns links weg gehend zunächst am Wald- und Ortsrand, um dann einen Rechtsschwenk zu machen. Der Köpflesweg bringt uns wieder in den Wald, führt uns um das Köpfle herum. Bald erreichen wir den Hamberger Torweg und biegen auf ihn nach links ein. Bald sind wir an der Hegarhütte, jetzt führt uns der Teschenwaldweg weiter, den wir aber bald links weg gehend wieder verlassen. Waren die Wege bislang geschottert, sind wir nun auf einem richtigen Waldweg, der freilich bald zum Wildererpfad wird und im Wildschweinrevier urplötzlich sogar endet.

Jetzt geht es tatsächlich querfeld (nein: querwald!) weiter. Durch die Tannen steigen wir ab, bis wir wieder einen Waldweg erwischen. Der bringt uns dann die eben abgestiegenen Höhenmeter wieder hinauf Richtung Hamberg und schließlich auch zum Neuhausener Teilort. Beim Austritt aus dem Wald werden wir mit tollem Blick ins Heckengäu belohnt. Jetzt geht es durch Hamberg durch, wo wir die St. Wolfgang- Kirche besuchen, die über ein dreistimmiges Bronzegeläut aus der Glockengießerrei Hamm aus Frankenthal verfügt.

Bald sind wir dann an der Steinegger Straße angekommen, die wir überqueren und nun, vorbei an zwei Seen, zur St. Wendelins-Kapelle aufsteigen. Die 1683 erbaute Kapelle thront auf der Anhöhe zwischen Neuhausen und seinem Ortsteil Steinegg. 1723 im Auftrag von Karl Dietrich von Gemmingen ausgestattet, erfolgte 1740 eine erste Renovierung und eine zweite nach starken Beschädigungen zu Ende des zweiten Weltkrieges, ehe sie 2009 grundlegend saniert wurde. Davor hatte sie freilich auch mit Diebstählen ihre Probleme, 1935 wurde das Antependiumsbild des Hochaltars entwendet und in den Sechzigerjahren verschwanden auch noch die übrigen Bilder des Altaraufbaus mit seinen geschnitzten Palmwedeln und Sonnenblumen. Geblieben ist dem saalartigen, halbrund schließenden Kapellenbau mit seinem charakteristischen hölzernen Vordach über dem Vordereingang freilich die herrliche Lage.

Nun geht es hinab nach Neuhausen und durch die Felder von Neuhausen, dabei auch mitten durch einen Bauernhof. Schließlich erreichen wir die Landesstraße nach Schellbronn, der wir auf dem etwas abseits angelegten, aber immer parallel zur Straße verlaufenden asphaltierten Weg folgen. Vor Schellbronn geht es links weg, am Sportplatz vorbei und dann hinein nach Schellbronn. Die Schönblickstraße führt uns weiter, dann der Wolfweg und die Nikolausstraße, ehe uns die Ruibrunnenstraße am Feriendorf (und auch dem Waldrand) entlang zum Alten Kirchenweg bringt. Jetzt geht es zurück nach Hohenwart, wo wir uns am Waldrand links halten und zum Hofackerweg wandern. Dort wieder ein Linksschwenk und es geht zum Aussichtsturm „Hohe Warte“. 192 Stufen locken nun auf den 44 m hohen hölzernen Turm hinauf - und der Aufstieg lohnt. Man kann von der auf 573 m NN gelegenen Plattform weit ins Land schauen.

Ein schmaler Pfad führt uns danach zum Waldrand und wir wenden uns nach rechts. Rechts Hofäcker und links Mahdenwiesen geht es durch Feld und Flur und dann links abbiegend in der höchsten Pforzheimer Stadtteil hinein. Ermlandstraße und Hohlstraße bringen uns zur 1490 erbauten Heilig-Kreuz-Kirche mit ihrem spätgotischen Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss. Aus dem Jahr 1734 stammt die heute noch zu bewundernde Schrankorgel. Bis 1955 wurden die Heilig-Kreuz-Kirche für regelmäßige Gottesdienste genutzt, dann trat sie nach dem Neubau der katholischen Kirche ins zweite Glied, um 1980 vollständig renoviert zu werden.

Wir sind nun auf der Zielgeraden, auf der Wilhelmstraße geht es, vorbei am Doppelkreuz, hinunter zur Schellbronner Straße. Sie wird überquert, rechts grüßt uns der Ortsbrunnen, wird sind auf der Schönbornstraße. Noch ein paar Meter die Schönbornstraße hinunter und wir sind am Ausgangspunkt unserer Wanderung angekommen.

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