Goldener Faden (Altstadtrundgang Erding)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 3 km
Gehzeit o. Pause: 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑35m  ↓35m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Dieser kleine Spaziergang trägt den Namen „Goldener Faden“ und dieser Faden webt sich durch das Innere der Herzogstadt Erding mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Erdings Kern wird von den Flüssen Sempt östlich und Fehlbach westlich umflossen.

Wir folgen den Bronzeplatten. Am Bahnhof Erding geht’s los in die zwei Schleifen. Dem Pfeil der ersten Platte folgend, gelangen wir zur Dorfener Straße und halten uns links. Gründerzeitvillen sind zu sehen und wir schlendern in Richtung Landshuter Tor. Das Tor wird auch „Schöner Turm“ genannt. Der gotische Turm (um 1500) ist nicht zu Unrecht das Wahrzeichen von Erding.

Hinter dem Landshuter Tor queren wir die Landshuter Straße und gehen die Gasse „Am Rätschenbach" über Kopfsteinpflaster und biegen nach links ein, in die Lange Zeile, an der sich die Geschäfte reihen, in schmucken historischen Gebäuden.

Rechts der Lange Zeile, bei Hausnummer 10, ist ein schmaler Durchgang, der zum Widnmann-Palais und zur Roßmayrgasse führt. Das Palais des Freiherrn Joseph von Widnmann (1738-1807) wurde 1782 erbaut. An der Roßmayergasse steht versteckt ein Gartenpavillon, zu sehen per Mauerdurchgang und Brückchen. Wir biegen in den Fußweg am Herzoggraben nach links ein. Der Fehlbach ist rechterhand. Bei der Münchner Straße spazieren wir in die Straße Katharina-Fischer-Platz.

Jetzt sind wir im Bräuhausviertel und sehen auf dem Gelände der einstigen Stiftungsbrauerei eine Statue, die den Stadtpatron St. Prosper zeigt. Mit dem Kreuzweg queren wir den Fehlbach und über das Stadtwehr erneut. Südlich unseres Goldenen Fadens ist der Stadtpark Erding mit keltischem Abenteuerspielplatz, Kunst, Tiergehege und Wallfahrtskirche Heilig Blut.

Unsere nächsten „Fäden“ heißen: Färbergasse, Haager-Straße, Friedrich-Fischer-Straße. Ziel ist die Kirche Sankt Johannes Baptist. 1464 wurde die Kirche geweiht, mit deren Bau vermutlich Ende des 14. Jahrhunderts begonnen wurde. Im Inneren ist ein Chorbogenkruzifix von Hans Leinberger, der seinerzeit, um 1500, einer der bedeutendsten Bildhauer in Altbayern war.

Das älteste Gebäude von Erding ist der bis in die Spitze 51,8m messende Stadtturm. Er dient bis heute als Glockenturm für die Stadtpfarrkirche St. Johannes und kann bei einer Führung besichtigt werden. 163 Stufen führen zur Türmerwohnung. Von oben hat man eine fantastische Aussicht über Erdinger Dächer und bis zu den Alpen.

Erding und Weißbier kommt uns in den Sinn. Nahe der Kirche ist das ehemalige Sudhaus der Erdinger Weißbier-Brauerei. Als nächstes inspizieren wir den Schrannenplatz, wo einst die Getreideschranne war. In Süddeutschland wird der Getreidemarkt oder ein Kornspeicher Schranne genannt. Am Platz mit Rathaus, das einst als Schloss erbaut wurde, ist das Frauenkircherl (1390) mit Glockenspiel.

Wir wandern ein Stück Landshuter Straße und biegen nach rechts in Richtung Grüner Markt. Dabei kommen wir zur Hl.-Geist-Spitalkirche. Durch deren Innenhof stößt man auf Reste der Stadtmauer, die erstmals um 1250 genannt wurde, und Mauern eines Wehrturms. Wir folgen den Pfeilen, kommen über die Sempt und zum Bahnhof zurück. Desweiteren könnte man vorher das Museum Erding besuchen.

Bildnachweis: Von Rufus46 [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

Vgwort