Geowanderweg Balingen (Zollernalb)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑335m  ↓335m
Geowanderweg Balingen Wegzeichen Markierung Beschilderung

Wo wir heute wandern, hätten wir vor rund 200 Mio. Jahren schwimmen müssen. Nicht nur rund um Balingen war das subtropische Jura-Meer, aus dem Albvorland, Albtrauf und Albhochfläche hervorgegangen sind. Wir wandern durch einen kleinen Teil Erdgeschichte, sozusagen durch eine Art „Trockenaquarium“, schauen in die Gesteinsschichten und zu den Skelettabdrücken der frühen Meeresbewohner.

Start ist westlich von Balingen, beim Friedhof in Zillhausen, wo man parken kann. Eine Infotafel zeigt bereits den Weg. Man folge dem Ammoniten. Insgesamt finden sich zehn Tafeln zur Geologie entlang der Strecke, an naturnahen Pfaden, über Brückchen, an Hangrutschungen vorbei.

Gleich zu Beginn eine kleine Herausforderung: 115 Stufen zum Zillhauser Wasserfall am Büttenbach (einem Zulauf des Schalksbachs) – einmal runter ans Bachbett und auch wieder rauf, um sich die Wasserfallschichten des Mitteljura eingehend zu betrachten. 24m stürzt sich der Büttenbach hinab.

Durch Zillhausen gen Norden kommen wir in die nächste Schleife, der Büttenbach ist links von uns. Wir biegen zum Sportplatz ab, kommen durch Wiese und Wald an den Roschbach, der auch kleine Wasserfälle parat hat. Über ein Brückchen gelangt man zum Tennisplatz und wandert eine schöne naturnahe Runde mit dem Galgenweg. Eine Info erzählt uns etwas über die Hangrutschungen der Vergangenheit. Weitere Naturerscheinungen sind die Entstehung des Bezighofenbachs, wir sehen die schätzungsweise 200jährige Rottanne und erkunden das Naturschutzgebiet Irrenberg.

Der 921m hohe Irrenberg ist nordöstlich unserer Route. Nordwestlich ist der 931m hohe Hundsrücken mit Burgstelle. Das Naturschutzgebiet Irrenberg-Hundsrücken besteht seit 2002, kommt auf 128ha, gehört naturräumlich zur Hohen Schwabenalb und dem Südwestlichen Albvorland. Hangpartien des Albtraufs sind mit dabei sowie das Roschbachtal, wo wir uns befinden. Man möchte die reich strukturierte Landschaft für Tiere und Pflanzen erhalten.

Bei Rundumblicken schauen wir ins Albvorland hinab, Bisingen, Hechingen und auch die Burg Hohenzollern rücken ins Bild. Wir wandern mit Wald, Waldrand, Hang und Wiesen, sehen Buchen idyllisch beieinander, vielleicht auch Wildbienen, kommen am Grillplatz Streichen vorbei, gehen durch sehr abwechslungsreiche Flora in bebautes Gebiet. Dort nehmen wir die Straße Heusteige und kommen in den Ortskern von Zillhausen. Nun wandern wir an der Kirche vorbei zum Friedhof zurück.

Bildnachweis: Von Rainer Halama [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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