Freudenstadt-Rundwanderung (Schwarzwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑215m  ↓215m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Freudenstadt im Schwarzwald ist ein bekannter heilklimatischer Kneippkurort, den wir heute in einer aussichtsreichen Runde erleben werden. Wir genießen dabei die Aussichten vom Friedrichsturm, können einen Abstecher ins Silberbergwerk Heilige Drei Könige unternehmen, kommen an der Taborkirche und Stadtkirche vorbei und schlendern über Deutschlands größten bebauten Marktplatz.

Start ist der Hauptbahnhof, wobei wir das Gleis überqueren und uns in südöstliche Richtung halten. Es geht ins Grüne mit dem Mannbach, dem wir ein Stück folgen und ein Golfareal umrunden. Über die Schöllkopfpromenade geht es nach Lauterbad wo sich der Skihang Stokinger findet. Dazu gehen wir „Am Zollernblick“ hinauf und schrauben uns über knapp 1km über 100 Höhenmeter aufwärts. Der Zollernblickweg führt uns in westliche Richtung zum Kienberg, der ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Am Kienberg, dem Hausberg von Freudenstadt, finden sich weitere Wege, wie der Rosenweg, der Skulpturenpfad und Teile des Plenterwald-Pfades. Der Rosenweg führt beispielsweise entlang an über 2.200 Rosenarten vorbei, der Plenterwald-Pfad erläutert anhand von elf Stationen den besonders bewirtschafteten Forst in Freudenstadt.

Den höchsten Punkt am Kienberg überschreiten wir bei rund 828m auf dem Weg zum 25m hoch gemauerten Friedrichsturm mit seinem fantastischen Panoramablick. 1899 wurde der Turm als Geschenk der Bürger anlässlich des 300jährigen Stadtjubiläums errichtet. Der Blick fällt über Wiesen mit Baumgruppen, verstreuten Gebäuden und über Freudenstadt.

Wir nähern uns dem Stadtkern über das Areal des Parks Courbevoie, der auch als Stadtpark bezeichnet wird. Eigentlicher Namensgeber ist die Städtepartnerschaft mit Courbevoie, einer Stadt nordwestlich von Paris. Im Park ist eine Gedenkstätte für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Unter dessen Zerstörung hat Freudenstadt besonders gelitten. Eine vorherige Zerstörungsmacht war der Stadtbrand von 1632. Der Park beherbergt alten Baumbestand und zahlreiche Rhododendren sowie den Froschbrunnen.

Westlich vom Park ist das Silberbergwerk. Der Silberbergbau wurde vom 15. bis 17. Jahrhundert betrieben und hat einen 68m tiefen Bewetterungsschacht. Eine Besichtigung des Bergwerks ist an Samstagen, Sonn- und Feiertagen möglich.

Gegenüber dem Kurgarten und Kurhaus steht die katholische Taborkirche, die 1932 erbaut wurde. Dann wenden wir uns dem im Karree angelegten Marktplatz zu, der an der südlichen Ecke des Unteren Marktplatzes von der Stadtkirche flankiert wird. Der Grundstein der evangelischen Stadtkirche wurde 1601 gelegt und die winklig angelegte Kirche wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nach altem Vorbild wiederaufgebaut.

Wir wandern über den 4,5ha großen Marktplatz, der in den 1950er Jahren im sogenannten Heimatschutzstil, mit einer Mischung aus Tradition und Moderne, wiederaufgebaut wurde, hinüber ins andere Eck, das vom Rathaus mit Turm geprägt wird. Die Gebäude, die den Platz umgeben, zeigen Laubengänge. Am Marktplatz ist das Museum am Stadthaus, das umfänglich, bei freiem Eintritt, über die Stadtgeschichte informiert, insbesondere auch deren Wiederaufbau. Rathaus und Bahnhof trennen lediglich etwa 1,5km.

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