Frankfurt-Innenstadt

Um die Altstadt von Frankfurt am Main legt sich wie ein Hufeisen der Stadtteil Innenstadt. Nach Norden durch die Bockenheimer und die Eschenheimer Anlage, nach Osten durch die Friedberger Anlage und nach Westen durch die Taunusanlage begrenzt, liegen in der Frankfurter Innenstadt zahlreiche bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Alte Oper Frankfurt, das Goethe-Haus und die Frankfurter Börse.

Starten wir unseren Rundgang an der Alten Oper. Von hier geht es durch die Fressgass – Frankfurts gastronomische Meile – zum Börsenplatz. Die 1879 eingeweihte Neue Börse wird außen von den bekannten Börsensymbolen Bulle und Bär bewacht, die 1985 vom Bildhauer Reinhard Dachlauer gefertigt wurden.

Von der Frankfurter Börse kommt man durch die Schillerstraße zur Hauptwache. Das barocke Gebäude der Hauptwache wurde 1730 fertiggestellt und diente als Wachlokal, im Keller hockten die Gefangenen. Aus Mainsandstein entstand der eingeschossige Bau mit Mansardengeschoss und großem Walmdach. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Hauptwache zunächst in einer einfacheren Gestaltung neu errichtet und 1998 originalgetreu wieder aufgebaut. Statt Wasser und Brot gibt es nun Kaffee und Schnitzel, unter anderem natürlich.

Direkt unterhalb der Hauptwache steht die einschiffige Katharinenkirche. Der barocke Bau entstand im 17. Jahrhundert und wurde nach der Zerstörung 1950-54 als größte evangelische Kirche der Stadt wieder errichtet. Gegenüber ist das Kindermuseum Frankfurt, das Stadt- und Kulturthemen Frankfurts kindgerecht aufbereitet hat.

Von der Hauptwache zur Konstablerwache geht man durch die Zeil, Frankfurts Flaniermeile und eine der umsatzstärksten Straßen Deutschlands. Die Konstablerwache selbst ist ein Platz. Das namensgebende Wachgebäude wurde bereits im 19. Jahrhundert abgerissen.

Geht man die Zeil weiter in östliche Richtung kommt man in Gerichtsviertel. Hier eröffnete 1988 in einem Versammlungssaal der Heilsarmee Frankfurts erste Adresse in Sachen Varieté, der Tigerpalast.

Kurz hinter dem Tigerpalast erreicht man die Friedberger Anlage, einem Teil der Wallanlagen, die im Mittelalter Frankfurt schützten. Wendet man sich hier nordwärts kommt man zum 3ha großen Bethmannpark, einer Parkanlage, die auch den 1989 angelegten Garten des Himmlischen Friedens im chinesischen Stil umfasst.

Vorbei am Hessendenkmal kommt man in die Eschenheimer Anlage. Südlich erhebt sich die Peterskirche, die 1891-94 im Stil der Neurenaissance erbaute Peterskirche, die mittlerweile als Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter „firmiert“.

Bleibt man in den ehemaligen Wallanlagen, kommt man auf dem Weg zurück zur Alten Oper durch die Bockenheimer Anlage mit altem Baumbestand, einem wunderschönem Weiher mit Fontäne und einem klassizistischen Pavillon. Dem Nebbienschen Gartenhaus (1810) wohnt ein Zauber inne, heute oft hervorgerufen durch Kunst- und Kultur-Veranstaltungen. Eine Stadtoase abseits der Geschäfte. Südlich des Opernviertels verläuft die Goethestraße, das hochpreisigste Einkaufspflaster der Stadt.

Sollten Stadtbummler jetzt Appetit haben, kann man erneut die Fressgass besuchen. Oder man spaziert weiter Richtung Altstadt, knickt bei der Hauptwache nach Süden in die Liebfrauenstraße und passiert die Liebfrauenkirche, die Kloster- und Rektoratskirche des Frankfurter Kapuzinerklosters. Wunderhübsch und idyllisch ist der Klosterhof. Das Tympanonrelief „Anbetung der Könige“ zählt zu den kunsthistorischen Schätzen. Einer der wenigen großen Barockbauten Frankfurts liegt gegenüber und heißt Haus zum Paradies.

Dann steht man schließlich vor der Kleinmarkthalle Frankfurt, wo man sich wieder vom Stadtspaziergang stärken kann. Wer hier nichts zu essen findet, hat keinen Hunger oder kann sich einfach nicht entscheiden am Weltbuffet. Von der Auster bis zum Würstchen. Biologisches, Erlesenes, Unbekanntes, Luxuriöses – an den 63 Ständen ist für jeden was dabei, hier wird geplaudert, probiert und genossen!