Fort Asterstein

Die Festung Koblenz ist eine Bezeichnung von preußischen Wehranlagen, die 1815-34 erbaut worden sind, um die rheinischen Besitztümer gegen Frankreich zu schützen. Sie zählte neben den Anlagen in Paris, Köln und Gibraltar zu den größten Verteidigungsanlagen Europas.

Das Hauptbollwerk – die 1801 geschleifte und dann von den Preußen wieder aufgebaute Festung Ehrenbreitstein – wurde nach Süden hin durch das Verteidigungssystem Pfaffendorfer Höhe geschützt. Die Wehranlagen umfassten das Fort Asterstein, die Bienhornschanze, das Fort Rheinhell, das Werk Glockenberg und die Horchheimer Torbefestigung.

Das Fort Asterstein verdankt seinen Namen dem preußischen General Ernst Ludwig von Aster, der sich unter anderem als Inspekteur der preußischen Festungen im Rheinland während des Baus der Festung Koblenz Verdienste erworben hatte. In den darauf folgenden Jahrzehnten übertrug sich der Name Asterstein auch auf die umliegenden Wohngebiete. 1981 vergab der Koblenzer Stadtrat diesen Namen offiziell als Stadtteilnamen.

Das von 1818-28 erbaute Fort Asterstein bestand ursprünglich aus einem Wall mit einer Front und zwei Flanken und nach einem Umbau 1870 aus zwei Fronten und zwei Flanken. Das zweistöckige, kasemattierte Hauptgebäude – die Reduit – lag auf der Rückseite des Forts. Es besteht aus einem runden Bau auf der Basis eines Dreiviertelkreises und zwei an die Kehle anschließenden Traditoren auf rechteckigem Grundriss, die der Sicherung der Kehle dienten. Die Front des Reduits weist Geschütz- und Gewehrscharten auf. Auf dem erdbeckten Dach befanden sich weitere Geschützstellungen hinter einer Brustwehrmauer.

Durch die Niederlage im Ersten Weltkrieg wurde die Entfestigung der Anlagen gefordert, die 1929 zur Beendigung der militärischen Nutzung führte. Danach wurde die Anlage zunächst als Wohnfläche und ab den 1960er Jahren dann gar nicht mehr genutzt. 1996 ergriffen Koblenzer Bürger die Initiative und gründeten einen Verein, dessen Aufgabe der Erhalt des Fort Astersteins ist. Das Fort Asterstein befindet sich in der Nähe des Bezirksfriedhofs Asterstein. Der Zugang liegt etwas versteckt am alten Kasernengebäude am Kolonnenweg, der am besten über Ehrenbreitstein angefahren wird. Von der oberen Hangkante hat man einen guten Ausblick auf das Koblenzer Stadtpanorama.