Forchheim Altstadt-Spaziergang und Abstecher in den Forchheimer Kellerwald


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 45 Min.
Höhenmeter ca. ↑119m  ↓119m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Königsstadt und Kreisstadt Forchheim reimt: „fränkisch modern mit altem Kern“ und dieser alte Kern liegt zwischen Bahngleisen und Main-Donau-Kanal. Nach dem Markgräflerkrieg wurde ab 1552 Forchheim zur Festung ausgebaut. Forchheim hat neben zahlreichen Baudenkmälern wie der Kaiserpfalz nebst Stadtmauerresten aus Sandsteinbuckelquadern sowie zwei erhaltenen Stadttoren vier Brauereien anzubieten.

Das gesamte Altstadtensemble Forchheims steht unter Denkmalschutz. Man sieht Gebäude ab dem 16. Jahrhundert. Wohn- oder Geschäftshäuser, teils aus unverputztem Mauerwerk, teils in Fachwerkausführung, oft mit Walmdächern gedeckt oder, je nach Bauherr und Zweck, bisweilen aufwendiger Giebelgestaltung.

Start ist am Bahnhof Forchheim und wir gehen über den Bahnhofsplatz, über die B 470 in Richtung Altstadt. Erste Kirche am Weg ist die evangelische Stadtpfarrkirche St. Johannes im Stil der Neugotik aus dem Jahr 1896.

Die folgende Klosterstraße gibt das Thema vor. Wir kommen an der Klosterkirche St. Anton vorüber, nebst den Gebäuden des einstigen Klosters Forchheim. Im 17. Jahrhundert wurde es von den Franziskanern gegründet, war Hospiz, Konvent und wurde aufgelöst. Es waren auch Redemptoristen hier zuhause, bevor es zur Wohnanlage umgebaut wurde. Die Klosterkirche im Ensemble erkennt man am Dachreiter.

Wir passieren die Wiesent und den Paradeplatz und wenden uns der größten Kirche zu, der Martinskirche nahe dem Rathausplatz. Ihr Ursprung liegt in einer Kapelle eines karolingischen Königshofs. Der heutige Bau hat einige Vorgänger und Reste davon, zum Beispiel aus der Zeit um 1200. Im 14. Jahrhundert wurde der Sakralbau zur Basilika erweitert, die Gestaltung des Turms lag im Jahr 1670.

Am Marktplatz mit Markbrunnen ist das schmucke einstige Rathaus Forchheim, das 1402 gebaut wurde. Der Magistratsbau angrenzend ist etwas jünger (1535). Wir sehen unten Stein mit hohen Fenster- und Tür-Bögen und darüber Fachwerk nebst einem interessanten Türmchen. Man berät noch, was aus dem hübsch sanierten Amtssitz werden kann.

Nun geht es zur Burg Forchheim aus dem 14. Jahrhundert. Burg Forschheim wird auch Kaiserpfalz genannt, wobei man tatsächlich nicht weiß, wo das frühmittelalterliche Königsquartier in Forchheim tatsächlich lokalisiert war.

Durchs Grüne umrunden wir Burg Forchheim, kommen erneut über die Wiesent und queren den Alten Friedhof mit weiteren Denkmälern. Durch die Untere Kellerstraße kommen wir auf den Kellerberg. Der heißt nicht nur so, er ist auch einer. „Auf den Kellern“ sind über 20 Anlagen ab dem 17. Jahrhundert, wo zum Beispiel die Brauereien Löcher und Gänge in den Sandstein gestemmt haben, um ihre Erzeugnisse zu kühlen.

Wir sind beeindruckt vom wahrscheinlich größten Biergarten der Welt, denn rund 20 Bierkeller mit etwa 30.000 Sitzplätzen laden im Forchheimer Kellerwald zur Einkehr.

Durch einen Park und die Straße An den Weihern, die heißt auch nicht grundlos so, kommen wir zurück nach Forchheim. Zum Bahnhof Forchheim sind es ab den Weihern noch rund 1,5km.

Bildnachweis: Von Franconia [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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