Falladas Fridolinwanderung (Feldberger Seenlandschaft)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑160m  ↓160m
Der grüne Punkt markiert Falladas Fridolinwanderung (Feldberger Seenlandschaft)

Hans Fallada (1893-1947) war ein Schriftsteller, der mit Büchern wie „Kleiner Mann - was nun?“, „Wolf unter Wölfern“ und „Der Trinker“ international bekannt wurde. Von 1933-44 wohnte Fallada in Carwitz, das heute zur Gemeinde Feldberger Seenlandschaft zählt, die wiederum im gleichnamigen Naturpark Feldberger Seenlandschaft liegt.

Mit Hans Fallada im Gepäck erkunden wir heute ein Stück der Feldberger Seenlandschaft und wandern dazu auf dem mit einem grünen Punkt markierten Wanderweg Falladas Fridolinwanderung. Der Name des Wanderwegs entspringt Hans Falladas Kinderbuch „Fridolin, der freche Dachs“, der viele Abenteuer in der Feldberger Seenlandschaft erlebt. Die Geschichte schrieb Hans Fallada für seine Tochter Lore als Geschenk zu Weihnachten 1944. Mit ihrem Bruder Ulrich durchstreifte sie in den 1930er Jahren die in der Eiszeit entstandenen bewaldeten Hügel, die weiten Sander und die malerischen Seeufer.

Falladas Fridolinwanderung startet in der Ortsmitte von Carwitz. Wir gehen los und kommen am Grab von Hans Fallada vorbei. Fallada starb 1947 in Berlin an den Folgen seiner Morphinsucht und wurde 1981 nach Carwitz umgebettet.

Durch den Ortskern des alten Fischerdorfes geht es zum Schmalen Luzin, den viele als den schönsten See der Feldberger Seenlandschaft bezeichnen. Er befindet sich in dem 1939 angelegten Naturschutzgebiet Hullerbusch und Schmaler Luzin. In den Uferwäldern leben Mittel- und Schwarzspecht, Hohltaube, Rotmilan, Zwergschnäpper und Kranich. Eisvögel kommen vereinzelt vor. Verschiedene Entenarten, wie Stock-, Schell-, Reiher- und Tafelenten können beobachtet werden.

Entlang der steilen Uferhänge führt uns Falladas Fridolinwanderung zur Luzinfähre, einer der letzten handbetriebenen Seilfähren Europas. Nach Überquerung des Sees kommen wir an einem begehbaren Moor vorbei durch einen Jahrhunderte alten Wald und über einen aussichtsreichen Hügelrücken wieder hinunter ins Dörfchen Carwitz.

Hier lohnt natürlich ein Abstecher zum Hans-Fallada-Haus. 1992 übernahm die Stadt Feldberg das Haus, in dem Fallada lebte, und ließ es 1996 bis 2002 restaurieren und ungefähr in den Zustand von einst bringen.

Bildnachweis: Von Nature moments [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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