Eulenwanderweg Friedenweiler (Schwarzwald)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑224m  ↓224m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Gemäßigt machen wir uns an einem sonnigen Tag auf den Weg, die Eule zu begleiten, rund um das idyllische Örtchen Friedenweiler im Schwarzwald. Die kleine Gemeinde, die aus den Ortsteilen Friedenweiler und Rötenbach besteht, nebst kleinen Weilern und Wohnplätzen, liegt etwa 6km östlich von Titisee-Neustadt.

Im schmucken Örtchen liegt der kleine Klostersee mit einem Strandbad. In der Nähe auf dem Parkplatz beginnt unsere Runde gegen den Uhrzeigersinn. Kurz vor Ende der Wanderung begegnen wir dem einstigen Nonnenkloster mit Klosterkirche. Start ist in der Peter-Thumb-Straße und die Richtung ist Norden.

Wir biegen am Sonnenhang ein und gehen dann durch den Simonswinkel, der in den Rudenberger Höhenweg mündet. Wald und Wiesen flankieren uns. Dann geht es rechts in den Schafhofweg und den Schatten spendenden Wald.

Wenn wir rechts des Wanderwegs am idyllisch gelegenen Gehöft Steinhalde vorbeikommen, hat sich die Landschaft nochmal geöffnet. Wir nehmen ein Stückchen Kleineisenbachstraße und dann geht es den Haldenweg hinauf. Rund 50 Höhenmeter auf 500 Streckenmeter. Ringsherum Wald, woran sich auch so schnell nichts ändert.

Östlich von Kleineisenbach macht unsere Runde einen Richtungswechsel und wir folgen weiterhin der Eule, vorbei am Wiedenkreuz und der Schillingskapelle. Wenn wir am Kapellchen sind, gehen wir bald in den Ort, über den Schillingweg. Der bringt uns zum einstigen Kloster Friedenweiler. Dessen Geschichte begann im frühen 12. Jahrhundert und seine Zeit währte bis zur Säkularisation.

Kloster Friedenweiler wurde als Nonnenkloster auf der Baar gegründet und stand bis ins 16. Jahrhundert unter dem Priorat des Benediktinerklosters St. Georgen im Schwarzwald. Danach waren die Zisterzienser am Zug. Die adeligen Fürstenberger nutzten es nach der Auflösung als Schloss Friedenweiler, dann war es eine „Kinderheilstätte“ und folgte dem Zahn der Zeit: Es ist seit 1989 eine Pflegeeinrichtung für Senioren, im denkmalgeschützten Ambiente.

Die Klosterkirche St. Johann Baptist stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde nach einem Brand im 18. Jahrhundert im Inneren neugestaltet, von Rokokobaumeister Peter Thumb (1681-1766), nach dem die Straße benannt ist, auf der wir wieder zum Startort zurückkehren.

Bildnachweis: Von Andreas Praefcke [GFDL], via Wikimedia Commons

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