Eschollbrücken (Pfungstadt)

Eschollbrücken kam zusammen mit Eich und Hahn 1977 zur Stadt Pfungstadt. Die drei Stadtteile sind westlich der A 67, Pfungstadt liegt östlich davon. Nördlich von Eschollbrücken durchfließt die Sandbach die Riedlandschaft. Die Sandbach fließt der Modau zu und wird bei Eschollbrücken in einem Rückhaltebecken gestaut.

In Eschollbrücken steht die evangelische Kirche, die 1728 erbaut wurde, wobei ihr Turm auf das Jahr 1480 zurückgeht. Je nach Blickwinkel erhebt sich dieser Turm über das historische Fachwerkrathaus aus dem Jahr 1550. Es ist ein hübsch sanierter Bau mit zwei Geschossen unter einem Satteldach. Die oberen Geschosse kragen leicht vor, man sieht den halben Mann und ganze Mann-Figuren.

Im südlich gelegenen Pfungstadt-Hahn stand einst die Burg Wellberg, eine abgegangene Turmhügelburg aus dem 10./11. Jahrhundert, von der man in der Landschaft einen kleinen Hügel und einen Wall sieht. 2013 fand dort eine Ausgrabung statt und man stieß auf die Wassergräben. Hahn gedenkt seiner Geschichte in der Heimatstube Hahn im Bürgerzentrum (Gernsheimer Straße 42), wo Ausstellungen präsentiert werden.

In Hahn steht die evangelische Kirche aus dem Jahr 1703 als kleiner einfacher Saal mit einem Dachreiter in barocken Formen, statt eines Turms. Ein etwas merkwürdiges Bauwerk kommt einem südwestlich von Hahn vor die Linse. Es ist das Gerüst eines Senders auf dem Feld. Das Drehfunkfeuer Ried (Ried VOR) ist ein Navigationssender für die Luftfahrt, wobei der Luftfahrer nicht nur das UKW-Signal empfängt, sondern auch eine Richtungsinformation.