Entlang der Marter: Von der Festung Kronach zur Wallfahrtskirche Glosberg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑318m  ↓318m
Frankenwaldsteigla entlang der Marter Wegzeichen Markierung Beschilderung

Marter – das sind die für Franken typischen Bildstöcke, die von dem religiösen Glauben der Region zeugen. Auf diesem Rundwanderweg finden auch weniger religiöse Wanderer Gelegenheit der inneren Einkehr und Entspannung.

Auf fast 15 Kilometern führt der Frankenwaldsteigla „Entlang der Marter“ durch das Wandergebiet Frankenwald. Der Weg ist ein historischer. Es handelte sich einst um einen viel genutzten Versorgungsweg zwischen dem Franziskaner-Kloster in Kronach und der Wallfahrtskirche in Glosberg. Der sumpfige Untergrund, der hier vorherrschte, machte die Tour damals zu einem gefährlichen Unterfangen. Den Menschen, die hier ihr Leben verloren, wurden die Bildstöcke entlang des Weges gewidmet. Sie gelten als Ermahnung, vorsichtig zu sein und gleichzeitig für die Seelen der Verstorbenen zu beten.

Wegbeschreibung für das Frankenwaldsteigla entlang der Marter

Unser Ausgangspunkt für die Wanderung ist an der Festung Rosenberg, die erhaben über der Stadt Kronach thront. Von hier aus führt der Weg durch die Wolfsschlucht hinab zur Schwedenstraße. Wir wandern ein Stück entlang der Haßlach, bis wir auf den alten Franziskanerweg stoßen.

Wir wandern in Richtung des Wallfahrtorts Glosberg, vorbei an den Sandsteinterrassen, die von dem einstigen Abbau des Gesteins stammen. Am Rade des Haßlachtals erreichen wir die Heiligen Teiche. Unterwegs begleiten uns die liebevoll restaurierten Kreuzwegstationen und Bildstöcke.

Nachdem wir ein Waldstück passiert haben, überqueren wir die Staatsstraße und folgen dem Weg weiter auf einem schönen Feldweg. Über den Burgenweg gelangen wir schließlich nach Glosberg. Hier lohnt sich ein Besuch der Wallfahrtskirche Mariä Geburt. Auf dem Burgenweg verlassen wir die Ortschaft und folgen dem Kreuzweg, der uns nun steil bergauf führt. Dabei passieren wir das Grab eines unbekannten Soldaten sowie eine still gelegene Waldkapelle, die zur besinnlichen Einkehr einlädt.

Der Forstweg führt uns weiter durch den dichten Fichtenwald bergauf. Nachdem wir den Wald verlassen haben, genießen wir eine wunderbare Aussicht über das Tal. Danach geht es wieder in ein Waldgebiet. Der Weg führt uns nun wieder bergab, bis wir Letzenberg erreichen.

Unterhalb der Einzel folgen wir dem Weg durch die nahezu unberührte Natur, bis ein letzter, sehr steiler Aufstieg auf den Kammberg folgt. Belohnt werden unsere Mühen mit einer herrlichen Aussicht auf Seelach, Gehülz und das Kronacher Umland. Nach einem weiteren Wegstück genießen wir zudem den Ausblick in das Haßlachtal und die zurückgelegte Strecke. Nun ist es nicht mehr weit, und wir kehren zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Bildnachweis: Von Norbert Kaiser [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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