Eisenach - Wartburg - Drachenschlucht - Rennsteig - Wilde Sau (Thüringer Kernland)


Erstellt von: mondim
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 26 Min.
Höhenmeter ca. ↑484m  ↓484m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung führt ins geschichtsträchtige und märchenhafte Hinterland von Eisenach. Die Tour bietet dem Auge reichlich Abwechslung. Sie ist das ganze Jahr zu gehen. Die Drachenschlucht ist in den Wintermonaten wegen Eisglätte oft nicht zu passieren. Meine Beschreibung folgt der Umgehung der Drachenschlucht. Der Weg in die Schlucht ist aber gut markiert, falls der Weg zu beschreiten ist, unbedingt zu empfehlen. Einige Rastmöglichkeiten bieten Speis und Trank, wie die Sängerwiese und das ehemalige Jagdschloss Hohe Sonne.

Wir starten am Karlsplatz in Eisenach (Lutherdenkmal) (im Bild navigierbar) und halten uns stadtauswärts in südwestlicher Richtung. Aus dem Tal der Hörsel steigt der Weg steil an vorbei an Villen aus dem 19. Jahrhundert am Hotel Hainstein, wo man einen herrlichen Blick auf Eisenach genießt und in angenehmer Atmosphäre Essen, Trinken bzw. Übernachten kann. Wir öffnen ein weißes Gatter und wenige Kilometer trennen uns noch vom geschichtsträchtigen Ort der Deutschen, der Wartburg. Die Wartburg (im Bild navigierbar) ist schon von weitem zu erkennen und thront auf einem Bergrücken, der sein Umland um mehr als 200 m überhöht. Ein Burgrundgang ist sehr zu empfehlen, diente die Burg doch König Ludwig II. von Bayern, dem Erbauer von Schloß Neuschwanstein, als Vorbild. Auch Luther hat hier die Bibel übersetzt und somit eine Grundlage für eine einheitliche deutsche Sprache gelegt.

Unsere Wanderung folgt dem Pummpälzweg, einem 2002 eröffneten Wanderweg der von Eisenach nach Bad Salzungen führt und an den gleichnamigen Kobold, aus der Thüringer Sagenwelt, erinnert. Er soll Wanderern aufgelauert haben und in deren Rücken gesprungen sein, um sich tragen zu lassen. Auch Ohrfeigen soll er verpasst haben.

Nach wenigen Metern haben wir die Sängerwiese erreicht. Immer wieder blicken wir zur imposanten Wartburg zurück.

Es folgt ein kurzer Abstieg ins Mariental. Dem Ausgangspunkt der Drachenschlucht (im Bild navigierbar). Die Drachenschlucht wurde durch Schmelzwasser am Ende der letzten Eiszeit gebildet. Dabei wurde das sogenannte Rotliegend einer Gesteinsformation aus dem Paläozoikum (vor ca. 250 - 280 Millionen) durchbrochen. Die Schlucht ist ca. 2,7 km und an ihrer schmalsten Stelle weniger als einem Meter breit (Vorsicht Gegenverkehr!) Meine Beschreibung umgeht die Schlucht, weil diese in den Wintermonaten durch Eisglätte oft gesperrt ist.

Am Ende der Drachenschlucht stoßen wir auf die "Hohe Sonne"einer Rastmöglichkeit am Rennsteig. Heute verfällt die ehemalige Ausflugsgaststätte von 1906. Trotzdem bieten einige Imbißstände Möglichkeiten der Verpflegung.

Wir folgen dem Rennsteig, einem Weitwanderung von 168 km Länge zwischen Hörschel bei Eisennach und Blankenstein an der Saale an der Grenze zu Bayern (Franken), meist auf breiten Forstwegen bis zur Rasthütte -Wilde Sau- (nicht bewirtschaftet). Wir steigen ab in Richtung Georgental und stoßen immer wieder auf Felsformationen, die unvermittelt im Wald liegen. Wir passieren nochmals die Eselstation an der Wartburg. Wenige Kilometer meist steil abfallend trennen uns noch vom Marktplatz, dem Rathaus und unserem Ausgangspunkt dem Karlsplatz in Eisenach.

am 26.04.16 habe ich die Fotos neu hochgeladen (sind daher jetzt größer) und neue beigefügt!

Artikel bei twitter teilenArtikel bei Facebook teilenArtikel per Email versendenDer Inhalt dieser Seite unterliegt der Creative Commons Attribution/Share Alike-Lizenz. © mondim via ich-geh-wandern.de
Vgwort