Egerweg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 49 km
Gehzeit o. Pause: 11 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑745m  ↓942m
Egerweg Markierung Beschilderung

Die Eger ist ein Zufluss der Elbe. Ihre Quelle ist im Fichtelgbirge, ihre Mündung in Böhmen, rund 60 Kilometer nordwestlich von Prag. Die Quelle der Eger befindet sich am Nord-West-Hang des Schneeberges (1.051m) dem höchsten Gipfel im Fichtelgebirge. Die Quelle wurde 1923 gefasst.

Unmittelbar südlich der Quellfassung ruht ein rechteckiger Granitblock auf zwei Steinwürfeln mit folgenden Zeilen: „Als der Knabe kam zur Eger: ‚Eger, sprich, wo eilst du hin?‘ - ‚Zu der Elbe‘ rauscht es reger, ‚zu der Elbe muß ich zieh’n!“. Als der Knabe kam zur Elbe war die Antwort inhaltsschwer. Donnernd braust zurück dieselbe: ‚Und ich muß ins deutsche Meer‘.

Von der Eger-Quelle wandern wir zum Weißenstädter See und nach Weißenstadt hinein. Über Grub kommen wir zu einer Engstelle der Eger nordwestlich von Röslau, die man als Thus kennt. Wenig später sind wir in Röslau.

Nächstes Wanderziel entlang des Egertals ist Marktleuthen. Die Bewohner von Marktleuthen werden im Umland zartdeftig als Egerscheißer bezeichnet. Stadtauswärts auf der Martin-Luther-Straße gehen wir bis zur Eisenbahnbrücke und unter dieser hindurch nach Leuthenforst und Wendenhammer (alte Steinbrücke 1757).

Nachdem die Bundesstraße B15 hinter uns liegt, haben wir den romantischen Teil der Wanderung vor uns. Das Egertal ist hier weiträumig unter Naturschutz gestellt und die Anzahl der Orte im Tal wird deutlich kleiner. Wir kommen zum Egerstausee am Leupoldshammer und begleiten die Eger bis nach Neuhaus an der Eger.

Und es geht weiter durch den Naturpark Fichtelgebirge. Hinter Neuhaus an der Eger gibt erst noch mal Talwandern, bevor wir schließlich Hohenberg an der Eger erreichen. Die Burg Hohenberg ist die besterhaltene Burg im Fichtelgebirge. Sie bildet ein Sechseck mit drei runden und zwei eckigen Türmen sowie der Vorburg. Auch der Wehrgang ist teilweise erhalten. Im Burghof steht das Fürstenhaus von 1666 (ehemaliges märkgräfliches Jagdschloss), weiterhin befinden sich dort Geleitsäulen und ein steinerner Getreidemetzen aus staufischer Zeit. Bei Fischern an der deutsch-tschechischen Grenze endet der Egerweg dann.

Bildnachweis: Von Schubbay [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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