Edmundsklamm-Rundwanderung (durchs Kamenice-Tal bei Hřensko)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑355m  ↓355m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Kamenice ist ein Zufluss der Elbe, knapp 38km lang. Die Kamenice mündet in Hřensko in die Elbe und durch ihren klammartigen Verlauf ist das Kamenicetal ein beliebtes Wanderziel im Nationalpark Böhmische Schweiz. In Deutschland kennt man die Kamenice auch unter dem Namen Kamnitz und den Ort Hřensko als Herrnskretschen.

Der unterste Teil der verschiedenen Klammen ist als Edmundsklamm bekannt, benannt nach dem Fürsten Edmund Clary-Aldringen, der die Wege durch die Klammen ab 1889 ausbauen ließ. 1890 wurde der Bootsverkehr in der Edmundsklamm, auch Stille Klamm (tschech.: Edmundova Soutěska oder Tichá Soutěska), aufgenommen. Achtung: Die Booten fahren nicht im Winter (Oktober bis Februar).

Üblicherweise versucht man, die Kamnitzklammen zusammen mit dem Prebischtor zu erwandern. Das ist aber schon eine größere Tour. Deshalb haben wir als Alternative uns nur auf die Edmundsklamm konzentriert und diese als Rundtour gewandert.

Start ist in Hřensko. Die Parkplatzsituation ist bei gutem Wetter durchaus problematisch. Man muss bezahlen (5-7 Euro). Oft sind an Wochenenden die Parkkapazitäten erschöpft. Wir hatten Glück und fanden noch einen Stellplatz auf Höhe des Restaurants Falk (Restaurace Falk) im Ortskern von Hřensko.

Wir folgen der Kamenice aufwärts (am besten am rechten Ufer, da ist es ruhiger) und folgen dann den Schildern, die den Weg zur Klamm weisen. Wir wandern erst am linken, später am rechten Ufer der Kamenice unter Felsüberhängen und durch drei Tunnel zu einem Wehr, über dem die untere Anlegestelle für Kähne liegt.

Die Kahnfahrt ist recht günstig und die Bootsleute staken einen einen knappen Kilometer weiter durch die Edmundsklamm. Interessante Felsformationen und ein „künstlicher Wasserfall“ unterwegs verkürzen die Fahrt durch die steilen, oft senkrechten Felsenwände, die Höhen von 50 bis 150 Meter über dem Wasserspiegel erreichen.

Am Ende kommen wir zu einer Gastronomie, wo man sich auch einfach Würstchen kaufen und selbst grillen kann. Dann kommen wir zur Brücke Mezní můstek. Über die gehen wir und wandern dann steil hinauf nach Mezná. Hier kann man in der Penzion Na Vyhlídce mit Außengastronomie gut rasten.

Der Rückweg führt uns durch den Wald – weniger spektakulär, dafür aber schön ruhig. Wir treffen schließlich auf die Straße nach Hřensko, der wir gut zwei Kilometer zurück bis zum Startpunkt folgen.

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