Durchs Lecknertal zum Alpengasthof Höfle


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑316m  ↓316m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Es grünt so grün, wo die Milchkühe Gräser ziehen. Das tun sie an unserer Alpen-Runde, wo die Produzenten von Heumilchkäse und Hittisauer Bergkäse ihrer wiederkäuenden Arbeit nachgehen. Die Gemeinde Hittisau hat wohl die meisten Alpen in Österreich. Wir kommen durch das Lecknertal mit dem Lecknersee an lediglich 5 Alpen vorbei, davon eine im Oberallgäu.

Start ist passenderweise der Parkplatz Kälberweiden an der Leckner Ach, die gen Südwesten zur Bolgenach fließt, aus dem Lecknersee kommt, wo sie sich kurz angesammelt hat. In die Richtung geht’s los. Der Lecknersee hat rund 1,75ha und eine Wassertiefe von max. 3m. Eine Info verrät, dass der See 1817 aufgrund einer Naturkatastrophe entstanden sei, dort wo vorher sattes Wiesengrün war.

Die ihn speisende Leckner Ach hat ihren längsten Quellzufluss am Nordwesthang des Girenkopfs auf deutscher Seite. Durch den Langentobel plätschert sie nach Österreich, nimmt Zuflüsse auf und kommt auf einen bildet 9km langen Lauf, wobei sie das Lecknertal formt, in dem bereits gut 50 Alpen bewirtschaftet werden.

Wir wandern schon fast gemütlich bergauf, queren zweimal die Leckner Ach, streifen das Ufer vom Lecknersee an dessen Südseite und wandern zur Alpengasthof Höfle. Welch Idyll. Zum über 200 Jahre alten Gebäude mit Schindeln und Schlagläden gesellt sich seit 1936 die Holzkapelle Mariä Heimsuchung, durch Engagement von Bauer und Pfarrer errichtet. Die kleine Kapelle wird Hochzeitern angeboten und kann bis zu 60 Gäste aufnehmen. Leckerbissen aus dem Bregenzerwald in heimeligen Bauernstuben können im Alpengasthof schnabuliert werden.

Es zieht uns zur Grenze und der lang gestreckten Neuschwand Alpe mit der Jausenstation Neuschwand, mit Terrasse nebst Kinderspielplatz. Das Wort Jause aus Österreich bezeichnet eine kleine Zwischenmahlzeit am Vor- oder Nachmittag.

Nach etwa 2,5km überschreiten wir die Grenze zu Bayerns Region Oberstaufen und wandern durch die Alpweiden zur Alpe Helmingen auf rund 1.224m. Seit 1925 ist die Sennalpe in Besitz einer Familie, die dort im Sommer bis zu 40 Stück Milchvieh versorgt. Und die Kühe ihrerseits versorgen die Menschen mit preisgekröntem Hochalp-Käse, der auch vor Ort verkauft wird. Wer vorher fragt, kann vielleicht auch bei der Käserei zusehen.

Zurück über die Grenze geht es zum Teil mit Kuhschellengeläut zur kleinen Äuele Alpe, wo wir zuvor bei 1.238m den höchsten Punkt haben. 2,4km sind es noch bis zum Parkplatz Kälberweiden. Dazwischen kommen wir noch an der Koppach Alpe vorüber.

Bildnachweis: Von Böhringer Friedrich [CC BY-SA 3.0 at] via Wikimedia Commons

Vgwort